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Quakenbrück

Strukturwandel, Migration und Integration

Quakenbrück Modell
© forumZFD/Frank Jessen

Seit 2009 berät das forumZFD die Kleinstadt Quakenbrück in Niedersachsen, die in besonderem Ausmaß von Deindustrialisierung, Arbeitslosigkeit und einer für den ländlichen Raum hohen Zuwanderungsquote betroffen ist. Eine räumliche Trennung des überwiegend von Zugewanderten bewohnten ehemaligen Kasernengebiets vom Rest der Stadt verschärfte vorhandene Konflikte und führte zur Entfremdung zwischen alteingesessener Bevölkerung und Migranten- und Migrantinnengruppen.

Entwicklung von Handlungsempfehlungen

Vor diesem Hintergrund entwickelte das forumZFD gemeinsam mit der Stadt und Akteuren der Integrationsarbeit vor Ort Handlungsempfehlungen zur Schaffung von Strukturen, die die Chancen benachteiligter Bevölkerungsgruppen erhöhten und somit den Integrationsprozess der Zugewanderten in die Stadtgesellschaft beschleunigten. In der Folge wurden gegenseitiges Misstrauen und die einseitige Fokussierung auf Probleme abgebaut. Auch die Spannungen und Konflikte in Quakenbrück haben nach vielen Jahren abgenommen.

Darüber hinaus dienten die Handlungsempfehlungen als eine Grundlage für Entscheidungsprozesse von Gemeinderat und Stadtverwaltung. Durch die Begleitung eines Konfliktberaters können Strukturen etabliert werden, die die Integration von Migrantinnen und Migranten erleichtern.

Neben der „Lenkungsgruppe Integration“ als strategisches Steuerungsgremium wurde auch eine Fach- und Koordinierungsstelle Integrations- und Flüchtlingsarbeit eingerichtet. Weiterhin wurden ein Leitbild zur Integration und ein Handlungsplan mit mittel- und langfristigen Zielen zur Integrationsarbeit in Quakenbrück entwickelt.

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