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Kosovo: Virtuelle Ausstellung erzählt von Vermissten

Vergangenheitsbewältigung im Kosovo

Eine virtuelle Fotoausstellung erzählt von den Schicksalen der Menschen, die im Kosovo seit dem Krieg als vermisst gelten. Die Ausstellung kann online besichtigt werden.
Dealing with the Forgotten goes online
© www.dealingwiththeforgotten.com 2020

Seit dem Krieg im Kosovo ist das Schicksal vieler Menschen bis heute ungeklärt. Sie gelten als vermisst. Die Fotoausstellung „Dealing with the Forgotten“ (zu Deutsch: „Mit den Vergessenen Umgehen“) thematisiert die Geschichten der Vermissten. Im Zentrum stehen die Erinnerungen der Familienangehörigen.

Mit der Unterstützung des forumZFD Kosovo wurde die Ausstellung zunächst im Februar in der Nationalbibliothek des Kosovo in Prishtina eröffnet. Anschließend arbeiteten der Kurator Dardan Hoti von der Jugendinitiative für Menschenrechte im Kosovo und das forumZFD Kosovo an Möglichkeiten, die Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Durch das neue Online-Format können die Besucher*innen nun die Ausstellung in einem virtuellen Rundgang besichtigen.

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Bei dem virtuellen Rundgang können die Besucher*innen die Fotos der Familienangehörigen anschauen. Durch einen Klick auf die Bilder öffnen sich die dazugehörigen Informationen auf Englisch, Albanisch und Serbisch. Die Angehörigen berichten von den Vermissten und von ihrem Umgang mit der schmerzhaften Ungewissheit. „Es wäre einfacher, wenn wir einfach die Wahrheit erfahren würden“, berichtet eine Angehörige. „Meine Tochter rennt immer sofort zum Fernseher, wenn ein Bericht über Massengräber oder die vermissten Menschen gezeigt wird. Ich muss sie dann immer trösten.“

Die Ausstellung ging aus einem Forschungsprojekt mit demselben Titel hervor. Darin dokumentierten Dardan Hoti, Rozafa Kelmendi und Fitim Selimi Menschenrechtsverletzungen und ermutigten zu einem angemessenen und respektvollen Umgang mit den Schicksalen der vermissten Menschen seit dem Krieg im Kosovo.

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