Konflikt verstehen – Frieden verstehen

Nach dem jahrzehntelangen gewaltsamen Konflikt sind Traumata, Misstrauen, Vorurteile und Stereotype in der philippinischen Gesellschaft weit verbreitet und tief verwurzelt. Die Medienberichterstattung über Gewaltübergriffe ist häufig sensationsheischend, reproduziert Vorurteile und schürt so den Konflikt. Vielen Schulen gelingt es nicht, ihren Schülerinnen und Schülern die Geschichte und den Kontext des Konflikts angemessen zu vermitteln, sodass junge Menschen anfällig für Manipulation und Radikalisierung sind. Wir glauben, dass die Vermittlung von umfassendem Wissen über den Konflikt den Weg ebnet, um soziale Spannungen zu entschärfen und nachhaltige, inklusive Lösungen zu finden.

Um die Verfügbarkeit von zuverlässigen Informationen zu verbessern, arbeiten wir mit Hochschuleinrichtungen und den Medien zusammen. Durch eine Kombination aus einer vielseitigeren, differenzierteren Medienberichterstattung und Bildung und Aufklärung zum Thema Frieden, Konflikt und Gewaltfreiheit wird ein Verständnis dafür geschaffen, was nötig ist, um Frieden zu erreichen. In unseren Friedenserziehungs- und Medienprojekten thematisieren wir unter anderem strukturelle Gewalt und Konfliktdynamiken, die Geschichte von Mindanao und den Philippinen sowie die Ungerechtigkeiten, die den marginalisierten Einwohnern Mindanaos widerfahren sind – den Muslimen, der indigenen Bevölkerung und den Armen.

Unsere Projekte reichen von der Erstellung von Lehrplänen und didaktischen Leitfäden über konfliktsensitiven Journalismus bis hin zur Produktion von Filmen über aktuelle Konflikte für öffentliche Vorführungen und Diskussionen. Dabei arbeiten wir mit verschiedenen Akteuren wie Universitäten und Lehrkräften, Regierungseinrichtungen, NGOs, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie Film- und Medienschaffenden zusammen.