Inklusiver Frieden

Die Sicherstellung, dass jeder Mensch gehört wird und teilhaben kann, ist ein grundlegender Baustein nachhaltiger Friedensprozesse. Damit eine Übereinkunft möglich ist, die jeder und jede akzeptiert, respektiert und unterstützt, müssen alle von einem Konflikt betroffenen Parteien die Möglichkeit erhalten, ihre Bedürfnisse und Interessen mitzuteilen, und ernst genommen werden. Leider sind Friedensabkommen häufig eher exklusiv. Die Interessen weniger mächtigerer marginalisierter Gruppen wie Frauen, Jugendlichen oder indigenen Völkern finden in der Regel keine Berücksichtigung.

Um einen umfassenden Friedensprozess zu gewährleisten, vernetzen wir Akteure und Interessengruppen auf vertikaler und horizontaler Ebene. Dazu werden als erstes horizontale Verbindungen zwischen Organisationen, Einrichtungen und Einzelpersonen gestärkt, die dieselben Ziele haben oder denselben Herausforderungen gegenüberstehen. Durch gegenseitige Unterstützung und koordinierte Aktivitäten können sie eine kritische Masse bilden, um ihre Probleme im Rahmen von Friedensverhandlungen zu besprechen.

Danach verknüpfen wir zivilgesellschaftliche, Basis- und Friedensorganisationen vertikal mit Entscheidungsträgern auf höherer Ebene. Wir organisieren Dialoge und Gemeindetreffen, damit sich die verschiedenen TeilnehmerInnen des Friedensprozesses in einem geschützten Raum austauschen können. Auf diese Weise sorgen wir dafür, dass alle Beteiligten direkt über aktuelle Entwicklungen der Prozessdynamiken informiert werden, Anliegen besprechen und gemeinsame Lösungen erarbeiten können. Zusätzlich wird durch ein wöchentliches Radioprogramm eine Brücke zwischen Menschen aus abgelegenen Konfliktgebieten und Experten und Entscheidungsträgern geschlagen. Radio funktioniert in zwei Richtungen: Zum einen bietet es Informationen über den Friedensprozess, und zum anderen können die Sorgen und Anliegen der Zuhörerschaft diskutiert werden.