Aktuelles

Home Away From Home Trainingswoche

In wenigen Tagen ist es soweit: Die Trainingswoche von unserem Erasmus+ Partnerschaftsprojekt Home Away From Home startet.

Integrationskraft kommunaler Gesellschaft stärken

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen? Eine Analyse von Hagen Berndt und Bettina Lobenberg.

Aktionstagung: Wie retten wir das Friedensprojekt Europa?

Wollen auch Sie nicht länger zusehen, wie Aufrüstung und Abschottung die politische Debatte in Europa bestimmen? Liegt auch Ihnen ein Europa am Herzen, das für Frieden und Menschenrechte steht? Glauben auch Sie, dass der Austausch mit Anderen Ideen freisetzt und Mut macht, aktiv zu werden?

Serbien: Gedenktag für den Genozid von Srebrenica

Das forumZFD-Büro in Belgrad unterstützt den Aufruf der "Youth Initiative for Human Rights" endlich das Schweigen in Bezug auf den Genozid in Srebrenica zu brechen und Verantwortung zu übernehmen.

Deutscher Präventionstag in Dresden

Der Deutscher Präventionstag findet vom 11. - 12. Juni 2018 in Dresden zum Thema "Gewalt und Radikalität: Aktuelle Herausforderungen für die Prävention" statt. Das forumZFD war mit einem Projektspot und Infostand vertreten.

forumZFD zum Weltflüchtlingstag

Zum weltflüchtlingstag kritisiert das forumZFD gemeinsam mit zehn weiteren Organisationen, dass Entwicklungspolitik vor allem der Migrationsabwehr diene und zu diesem Zweck autoritäre, menschenrechtsverletzende Staaten auch militärische Unterstützung erhalten.

Zwischen Hoffnung und Hass

Auf einer Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler aus Hannover und Umgebung der Friedrich-Ebert-Stiftung Niedersachsen berichtete das forumZFD über seine Friedensarbeit in Israel und Palästina.

Berlin: Laufen für Vielfalt und Frieden

Berlin, 30. Mai 2018. Unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – gemeinsam in Vielfalt leben“ setzten im Herzen der Hauptstadt am Brandenburger Tor knapp 4.500 Schülerinnen und Schüler von insgesamt 45 Schulen ein eindrucksvolles Zeichen für Vielfalt und Frieden in unserer Gesellschaft.

Gemeinsam unsere Zukunft erinnern

Unter diesem Motto fand am 17. April 2018 in Tel Aviv der 13. Alternative Israelisch-Palästinensische Gedenktag unserer Partnerorganisation Combatants for Peace und des Parent Circle Families Forum statt.

forumZFD eröffnet Büro in Odessa

Mit zahlreichen Gästen aus der ukrainischen Zivilgesellschaft feierte das forumZFD am 24. April die Eröffnung seines Büros in Odessa.

Unterrichtsleitfaden "Konfliktsensibler Journalismus" veröffentlicht

Junge Medienschaffende in Mindanao, Phlilippinen, werden in Konfliktsensiblem Journalismus ausgebildet. Das forumZFD hat dazu ein Handbuch für Lehrerinnen und Lehrer herausgegeben.

Friedensarbeit ist die beste Prävention von Terror und Gewalt!

Bereits zum vierten Mal hat das forumZFD mit einem Side Event auf der Münchner Sicherheitskonferenz über zivile Friedensförderung informiert. Gemeinsam mit dem Bischöflichen Hilfswerk MISEREOR und der Friedensgruppe „Münchner Sicherheitskonferenz verändern lud das forumZFD zur Diskussion über Prävention von Terrorismus und Radikalisierung am Beispiel des Irak und der Philippinen.

Mali: "Voller Risse - voller Hoffnung"

Die Lage in Mali ist seit Jahrzenten sehr angespannt. Besonders der Norden ist von gewaltsamen Aufständen betroffen. Der ZFD und seine Partner suchen Auswege.

Aktion Zukunft 2018

Schüler treffen Flüchtlinge e.V.: Bewerbungsphase für das Seminar "Aktion Zukunft" für junge Menschen mit und ohne Fluchthintergrund eröffnet

Münchner Sicherheitskonferenz: forumZFD und MISEREOR fordern Vorrang für zivile Friedensförderung

Auszeichnungen
  • Gustav-Heinemann-Bürgerpreis 1997
  • Göttinger Friedenspreis 2005
  • Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung 2014
Kontakt

Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
Am Kölner Brett 8, 50825 Köln

Tel.: 0221 91 27 32 - 0
kontakt@forumZFD.de
 

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Ansprechpartner

Christoph Bongard

Leiter der Abteilung Kommunikation

Abteilung Kommunikation
Telefon: 
0221 91 27 32 - 31
E-Mail: 
bongardatforumZFD [dot] de
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Jubiläum 20 Jahre forumZFD - Entschieden für Frieden

Die Anfänge des Forum Ziviler Friedensdienst e. V.

Am 11. Februar 1996 gründeten zwölf Menschen in dem kleinen Grenzörtchen Nettetal bei Aachen das Forum Ziviler Friedensdienst e. V. Die Geschichte des Vereins reicht bis in die Anfänge der 1990-er Jahre zurück.

Blickt man heute auf diese Zeit und die damaligen Diskussionen zurück, die vor genau 20 Jahren zur Gründung des forumZFD führten, überraschen einige Parallelen zu heutigen friedenspolitischen Herausforderungen und die Erkenntnis, dass viele der konkreten Visionen, die damals von wenigen Personen entwickelt wurden, auch heute noch Inspiration für aktives Friedenshandeln geben.

1991. Nach über 45 Jahren kehrte der Krieg nach Europa zurück. Der Vielvölkerstaat Jugoslawien zerfiel, in Kroatien und Bosnien- Herzegowina fielen in den folgenden vier Jahren Tausende dem Krieg zum Opfer, Hunderttausende wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Mehr als eine Million Flüchtlinge aus den jugoslawischen Staaten fanden damals in Deutschland Aufnahme. Krieg war nicht länger eine abstrakte Bedrohung, sondern sichtbare Realität vor ‚unserer Haustür‘. Die Hoffnung auf eine Friedensdividende nach dem Ende der Ost-West-Konfrontation war schnell zerstört.

Doch nicht alle hießen die Schutzsuchenden bei uns willkommen. Fremdenhass und Ausländerfeindlichkeit nahmen zu. Bis heute unvergessen sind die Brandanschläge von Solingen und Rostock-Lichtenhagen. Der Berliner Politologe Theodor Ebert, Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, wollte dem eine Alternative entgegensetzen und verfasste im Jahr 1992 einen Aufruf, der ein breites Echo hervorrief. Darin hieß es:

Der ‚zivile Friedensdienst‘ – Sie können gerne eine treffendere Benennung vorschlagen – soll eine bessere, den Problemen der Zukunft angemessenere Alternative zum Einsatz bewaffneter Gruppen in Konfliktsituationen und Krisengebieten darstellen und diese überflüssig machen.“

Leider traute sich damals niemand mit einem alternativen Namensvorschlag hervor. So mussten die Initiatorinnen und Initiatoren immer wieder Verwechslungen des Zivilen Friedensdienstes mit dem inzwischen abgeschafften Zivildienst aufklären. Doch der folgenden Karriere der Idee sollte der Name nicht im Wege stehen. Der Blick richtete sich jedoch nicht ausschließlich auf ferne Krisengebiete, auch wachsende rechte Gewalt und Konflikte in Deutschland waren ein Motiv, über gewaltfreie Alternativen der Konfliktbearbeitung nachzudenken.

Bereits im Gründungsjahr 1997 konnten die damaligen Vorsitzenden Helga Tempel und Heinz Wagner (Bildmitte und rechts) von der SPD-Politikerin Hertha Däubler-Gmelin den Gustav-Heinemann-Bürgerpreis für die Verdienste um eine alternative Friedenspolitik entgegennehmen. Im Jahr 2005 wurde das forumZFD mit dem Göttinger Friedenspreis und im Jahr 2014 mit dem Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung ausgezeichnet.

Unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen beteiligten sich in den folgenden zwei Jahren an der intensiven Debatte über einen Zivilen Friedensdienst, die zunächst imJahr 1994 in einem offenen „Gesprächs-Forum Ziviler Friedensdienst“ geführt wurde. „Es ist eine der vordringlichsten Aufgaben des Forums, eine interfraktionelle Gesetzesinitiative im Deutschen Bundestag anzuregen, die den gesetzlichen Rahmen für einen Zivilen Friedensdienst schaffen soll“,

hieß es in der Presseerklärung zur Gründung des noch informellen ForumsZiviler Friedensdienst. Mit großer Energie machten sich die Beteiligten daran, politische Unterstützung für ihren Vorschlag zu mobilisieren. Als sich im folgenden Jahr eine Friedenslösung für Bosnien-Herzegowina mit dem Abkommen von Dayton abzeichnete und die Bundesregierung eine deutsche Beteiligung an der UN-Friedensmission erwog, witterte die Initiative ihre Chance, die Idee eines Zivilen Friedensdienstes in die Tat umzusetzen. Es gelang ihr, einen interfraktionellen Antrag im Bundestag einzubringen, der 50 Millionen DM für einen Zivilen Friedensdienst in Bosnien-Herzegowina vorschlug. Doch die Umsetzung scheiterte am Widerstand des zuständigen Ministers.

Von diesem Rückschlag ließ man sich jedoch nicht entmutigen. Im Gegenteil: EinJahr später wurde aus dem Gesprächsforum ein eingetragener Verein mit dem inder Satzung festgeschriebenen Ziel der „Verwirklichung der Idee eines ZivilenFriedensdienstes als staatlich geförderter Dienst von ausgebildeten, weiblichen undmännlichen Fachkräften in pluraler gesellschaftlicher Trägerschaft“. 35 Organisationen aus der Friedensbewegung, aus der Menschenrechtsarbeit und Kirchengruppen traten dem Verein bei.

Das Forum Ziviler Friedensdienst hat ein wesentliches Satzungsziel unglaublich schnell erreicht. Bereits ein Jahr nach der Vereinsgründung startete dank finanzieller Unterstützung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Johannes Rau der erste Ausbildungskurs für Friedensfachkräfte. Im selben Jahr erhielt der junge Verein überraschend den Gustav - Heinemann - Bürgerpreis und damit viel öffentliche Aufmerksamkeit, die er nutzte, um 200 prominente Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft als Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Berliner Erklärung für einen Zivilen Friedensdienst zu gewinnen.

Schon im Herbst 1998, zweieinhalb Jahre nach der Gründung des forumZFD, verpflichtete sich die neue Bundesregierung zum Aufbau eines Zivilen Friedensdienstes. Nun galt es, gemeinsam mit sieben weiteren Organisationen der Entwicklungs - und Friedensdienste, die Idee in die Praxis umzusetzen. Für das noch junge forumZFD bedeutete der Einstieg in die praktische Projektarbeit eine enorme Herausforderung.

Im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens ist aus der ehrenamtlichen Initiative eine Friedensorganisation geworden, die bereits mehr als 500 Menschen zu Friedensfachkrääften ausgebildet hat und mit sechs Programmen weltweit von Deutschland über den westlichen Balkan und den Nahen Osten bis nach Südostasien die Idee eines Zivilen Friedensdienstes Wirklichkeit werden lässt.

Haben sich die Ziele und Visionen der Gründerinnen und Gründer damit erfüllt? Mitnichten. Auch heute sehen wir in Deutschland und Europa den Krieg wieder "vor unserer Haustür" und eine weltweite Kultur der gewaltfreien Konfliktbearbeitung hat sich noch nicht durchgesetzt. Doch dank jener Menschen und Gruppen, die vor 20 Jahren das forumZFD gegründet haben, sind wir einen kleinen Schritt weiter.

Lesen Sie unter diesem Link Statements unserer Mitglieder zum 20-jährigen Jubiläum des forumZFD.

Dieser Artikel erschien im MAGAZIN forumZFD I/2016. Unter diesem Link finden Sie weitere Artikel dieser Ausgabe und die Möglichkeit zur Bestellung des MAGAZINs.

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