Aktuelles

Bundeshaushalt 2017 verabschiedet: Mehr für den Frieden, ein vielfaches für den Krieg

Der Appell des forumZFD war tatsächlich erfolgreich: Die Abgeordneten haben in der letzten Beratungsrunde die Mittel für zivile Friedenspolitik deutlich erhöht! Der Bundestag hat am heutigen Freitag, 25.11.2016, den Haushalt für 2017 verabschiedet - das Missverhältnis zwischen Militärausgaben und Investitionen in zivile Friedenspolitik nimmt weiter zu.

Friedens- und Konfliktarbeit: Jetzt zum berufsbegleitenden Kurs 2017 anmelden

Die Akademie für Konflikttransformation im forumZFD bietet auch 2017 wieder eine berufsbegleitende Weiterbildung in Friedens- und Konfliktarbeit an. Es gibt noch wenige Plätze, die Bewerbungsfrist endet am 26.11.2016.

Ziviler Friedensdienst - 17 Jahre für eine Welt ohne Gewalt

Am 22. November wird der Zivile Friedensdienst 17 Jahre alt. Seit Aussendung der ersten Friedensfachkräfte 1999 hat er sich zu einem Erfolgsmodell für Gewaltprävention und Friedensförderung entwickelt. In Zeiten zunehmender Gewaltkonflikte in der Welt muss der ZFD dringend weiter ausgebaut werden.

"Neue Geschichten braucht das Land"

Auf der friedenslogischen Aktionstagung des forumZFD im Oktober 2016 haben sich mehr als 40 Teilnehmende die Frage gestellt "Wie erzählt man vom Frieden?" Mit dabei waren die Referentinnen Maike Gosch und Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach.

"Man soll gehen, wenn es am Schönsten ist."

Tilman Evers verabschiedet sich aus seiner Arbeit im Vorstand des forumZFD. Als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender hat er den Verein mit überdurchschnittlichem Engagement, Herzblut, Expertise, Hartnäckigkeit und Zuversicht maßgeblich mit aufgebaut und geprägt.

Auszeichnungen
  • Gustav-Heinemann-Bürgerpreis 1997
  • Göttinger Friedenspreis 2005
  • Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung 2014
Kontakt

Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
Am Kölner Brett 8, 50825 Köln

Tel.: 0221 91 27 32 - 0
kontakt@forumZFD.de
 

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE37370205000008240101
BIC: BFSWDE33XXX

Ansprechpartner

Richard Klasen

Referent Agenda 2030 und Friedenspolitik

Abteilung Kommunikation
Telefon: 
0221 91 27 32 - 37
E-Mail: 
klasenatforumZFD [dot] de

Agenda 2030: Keine Entwicklung ohne Frieden!

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Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und der Frieden

Die Armut und den Hunger auf der Welt bis zum Jahr 2015 halbieren – das war das Hauptziel der im Jahr 2000 beschlossenen „Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen“. Im September 2015 verabschiedete die Weltgemeinschaft den Nachfolger, die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“. Bei deren Erarbeitung flossen die Erfahrungen mit den alten, oft verfehlten Millenniumszielen ein: Diese verfehlten ihr Ziel der Armutsbekämpfung, weil strukturelle Probleme nicht thematisiert wurden. So wurde der Zusammenhang zwischen Armut und Hunger auf der einen Seite und fragilen und von Konflikten betroffenen Staaten nicht thematisiert: Dabei ist Entwicklung ohne Frieden nicht möglich! Es ist deshalb gut, dass mit Ziel 16 Frieden in die neue Agenda aufgenommen wurde.

Kein einziges der fragilen, von gewaltsamen Konflikten und Kriegen betroffenen Ländern konnte auch nur eines der acht Millenniumsziele erreichen. 2015 hatten vier der fünf großen Hungerkrisen gewaltsame Konflikte als Ursache: Syrien, Irak, der Südsudan und die Zentralafrikanische Republik. Diese Beispiele zeigen: Ohne Frieden gibt es keine Entwicklung, zumindest nicht für breite Teile der Bevölkerung.

Klimawandel und Ressourcenkonflikte mitdenken

Eine verantwortungsvolle internationale Politik muss die Herausforderungen von Entwicklung, Klimawandel und Frieden zusammen denken. Die schon jetzt sichtbaren Folgen des Klimawandels führen uns etwa vor Augen, wie eng diese Bereiche zusammenhängen: Die Internationale Organisation für Migration geht aktuell von bis zu 20 Millionen Klimaflüchtlingen weltweit aus. Bis zum Jahr 2050 soll die Zahl der Klimaflüchtlinge Schätzungen zufolge auf 200 Millionen Menschen ansteigen.

Gleichzeitig führen Ressourcenkonflikte um Kohle oder Palmöl zu gewaltsamen Vertreibungen, Dürre und Klimamigration heizen Konflikten um das knapper werdende Land an und infolge des sogenannten Landraubs werden Menschen für Profitinteressen von dem Flecken Erde vertrieben, der sie zum Teil über Generationen ernährte.

Eine neue Hoffnung

Um die Ziele zu erreichen, müssten die Regierungen armer und reicher Länder entschiedener und konkreter handeln. Dazu gehört neben einer kohärenten, nachhaltigen Politik auch, dass Deutschland endlich seine jahrzehntealte Versprechen, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens in Entwicklungszusammenarbeit zu investieren, wahr macht.

Schockierende 1,5 Milliarden Menschen leben schon heute in Konfliktgebieten. Diese Menschen brauchen eine starke Stimme. Die neue UN-Agenda könnte diese Stimme sein.

Gefördert von Engagement Global im Auftrag des

BMZ

sowie aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt/Evangelischer Entwicklungsdienst.

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