Aktuelles

5. Jülicher Friedenslauf

1600 Kinder und Jugendliche von acht Jülicher Schulen haben am 16. September ein gemeinsames Zeichen für Frieden und Vielfalt gesetzt. Der 5. Friedenslauf in Jülich fand erstmals rund um den Marktplatz statt.

Aus Krisen nichts gelernt

Friedensförderung und Krisenprävention bilden keine Schwerpunkte im Bundeshaushalt 2017. In einer Stellungnahme fordert die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, dass Deutschland seine friedenspolitische Verantwortung ernst nimmt und adäquate Änderungen vor der Verabschiedung des Haushaltsgesetzes vorgenommen werden.

20 Jahre Frauennetzwerk für Frieden e. V.

Das Frauennetzwerk für Frieden e. V., Mitglied im forumZFD, feiert sein zwanzigstes Jubiläum. Im Rahmen der Bonner Friedenstage lädt es am 24.09.2016 zu Symposium und Festveranstaltung ein.

Bonner Friedenstage 2016

Der Koordinationskreis Bonner Friedenstage lädt zum zehnten Mal zu den Bonner Friedenstagen vom 20. bis 24. September 2016 ein.Die Veranstaltungen finden rund um den Internationalen Friedenstag der Vereinten Nationen am 21. September statt.

Zur Allgemeinen Verunsicherung

"Das Weißbuch entwirft eine Sicherheitspolitik, die langfristig nicht mehr Sicherheit durch Bewältigung der Ursachen von Gewalt, sondern mehr Unsicherheit durch einseitige Bedrohungsabwehr befürchten lässt." Ein Kommentar von Christoph Bongard, forumZFD, über das »Weißbuch 2016 zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr«

Auszeichnungen
  • Gustav-Heinemann-Bürgerpreis 1997
  • Göttinger Friedenspreis 2005
  • Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung 2014
Kontakt

Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
Am Kölner Brett 8, 50825 Köln

Tel.: 0221 91 27 32 - 0
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Worte statt Waffen - Combatants for Peace

Die Mitglieder der Organisation ‚Combatants for Peace‘ (CFP) waren als israelische Soldaten oder palästinensische Befreiungskämpfer Teil der Spirale der Gewalt in Palästina und Israel. Gemeinsam wenden sie sich nun gegen Gewalt und für ein Ende der israelischen Besatzung der palästinensischen Gebiete.
Erster Schritt zur Verständigung

Im Jahr 2005 begann CFP mit Treffen, bei denen die Mitglieder ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Konflikt erzählten. Ein erster Schritt zur Verständigung miteinander. Darüber hinaus beteiligen sich die Combatants for Peace heute als binationale Gruppe an gewaltfreien Aktionen gegen die Besatzung und setzen sich mit Bildungsprojekten und öffentlichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel am israelischen Gedenktag für gefallene Soldaten und Opfer des Terrorismus „Yom Hazikaron“ für einen Austausch der israelischen und palästinensischen Perspektiven im Konflikt ein.
Seit dem Jahr 2011 unterstützt das forumZFD eine Gruppe der Combatants for Peace aus Tukarem durch Theater-Trainings, um Theater als einer Form des gewaltfreien Protestes mehr Gewicht zu geben.

Proteste gegen gemeinsame Gedenkfeier für die Opfer des Konfliktes

Die Combatants for Peace sind eine der wenigen Gruppen in Israel und Palästina, die weiterhin an einer Zusammenarbeit beider Seiten festhalten. Mit welchen Widerständen sie mit ihrem Engagement für Frieden und Dialog zu kämpfen haben, wurde an den Protesten gegen eine Veranstaltung der Gruppe anlässlich des israelischen Gedenktages ‚Yom Hazikaron‘ im Frühjahr 2012 deutlich.

Die Organisation hatte palästinensische und jüdische Familien, die Angehörige im Konflikt verloren haben, zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung eingeladen. Der Protest rechtsgerichteter israelischer Gruppen und Medien entzündete sich daran, dass hier nicht ausschließlich der israelischen Opfer gedacht wurde, sondern ebenso Palästinenser zu Wort kamen.

Ein Zeitungsbericht warf den Combatants for Peace vor, die Eltern von Terroristen einzuladen. Nach der Veranstaltung setzte sich der Protest im Internet fort und richtete sich hier vor allem gegen Achinoam Nini. Die bekannte Sängerin, die Israel im Jahr 2009 beim Eurovision Song Contest vertrat, wurde für ihren Auftritt im Rahmen der Gedenkveranstaltung angefeindet. „Ich habe bei einer Zeremonie gesungen, bei der Juden und Araber Gedenken und Trauer für ihre Liebsten geteilt haben, die in dem andauernden Krieg zwischen uns gestorben sind. Es war ein Zeichen für Einheit, Verständigung, Mitgefühl und vor allem Frieden. Wenn jeder Araber ein Terrorist sein soll, ja, dann habe ich für Terroristen gesungen. Ebenso könnte man jeden Israeli einen Mörder nennen. Ich war also in guter Gesellschaft“, erwiderte Nini auf die Vorwürfe.
Avner Horowitz, Sprecher der Combatants for Peace, erläutert das Anliegen der Veranstaltung. „Niemand in Israel hat ein Monopol auf Trauer und Schmerz. Die Hinterbliebenen, israelische und palästinensische Familien, die an unserer Zeremonie teilnehmen, haben diesen Weg gewählt, um dem Tod ihrer Liebsten zu gedenken, weil sie ihnen mehr in ihrer Trauer helfen als die offiziellen vom Staat organisierten Veranstaltungen. Die mehreren tausend Besucher unserer Veranstaltung in den vergangenen Jahren beweisen, dass viele Menschen sich nach dieser alternativen Form des Gedenkens sehnen. Für uns ist das Gedenken an die Gefallenen verbunden mit dem Bemühen, den Tod weiterer Menschen in diesem Kreislauf der Gewalt zu verhindern.“

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