Aktuelles

Konferenz: "Alle mitnehmen - soziale Ungleichheit überwinden"

Das forumZFD lädt gemeinsam mit ZFD, VENRO und weiteren Trägerorganisationen zur Transformationskonferenz "Alle mitnehmen - soziale Ungleichheit überwinden!" am 26. September 2016 in Berlin ein.

"Neue Geschichten braucht das Land" - Aktionstagung

Einladung zur friedenslogischen Aktionstagung am 21. und 22. Oktober 2016 in Königswinter bei Bonn. Gefördert von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

From Hero to Zero: Deutschland kein Vorreiter für Friedensdimension bei Umsetzung der 2030-Agenda

Köln, 26. Juli 2016. Die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie ist friedenspolitisch nicht ausreichend ambitioniert und fällt teilweise sogar hinter bisherige Versprechen der Bundesregierung zurück. Zu dieser Einschätzung kommen sieben entwicklungs- und friedenspolitische Verbände und Organisationen.

Deutschland und die UN-Nachhaltigkeitsagenda: Rüstungsexporte bremsen Armutsbekämpfung

In einem Schattenbericht weisen pax christi und das forumZFD auf Deutschlands Rolle bei Rüstungsexporten hin. Der Text ist Teil des Bands „Deutschland und die UN-Nachhaltigkeitsagenda – noch lange nicht nachhaltig“. Darin fordert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis wirksame Schritte von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zur Umsetzung der 2030-Agenda in und durch Deutschland.

Krisenprävention und Friedensarbeit stärken

Bonn, 05.07.2016. Bei einem Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern des Zivilen Friedensdienstes betonte Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller am vergangenen Mittwoch die Bedeutung des Zivilen Friedensdienstes für die entwicklungspolitische Arbeit in den Bereichen Krisenprävention und Friedensförderung.

Auszeichnungen
  • Gustav-Heinemann-Bürgerpreis 1997
  • Göttinger Friedenspreis 2005
  • Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung 2014
Kontakt

Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
Am Kölner Brett 8, 50825 Köln

Tel.: 0221 91 27 32 - 0
kontakt@forumZFD.de
 

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Worte statt Waffen - Combatants for Peace

Die Mitglieder der Organisation ‚Combatants for Peace‘ (CFP) waren als israelische Soldaten oder palästinensische Befreiungskämpfer Teil der Spirale der Gewalt in Palästina und Israel. Gemeinsam wenden sie sich nun gegen Gewalt und für ein Ende der israelischen Besatzung der palästinensischen Gebiete.
Erster Schritt zur Verständigung

Im Jahr 2005 begann CFP mit Treffen, bei denen die Mitglieder ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Konflikt erzählten. Ein erster Schritt zur Verständigung miteinander. Darüber hinaus beteiligen sich die Combatants for Peace heute als binationale Gruppe an gewaltfreien Aktionen gegen die Besatzung und setzen sich mit Bildungsprojekten und öffentlichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel am israelischen Gedenktag für gefallene Soldaten und Opfer des Terrorismus „Yom Hazikaron“ für einen Austausch der israelischen und palästinensischen Perspektiven im Konflikt ein.
Seit dem Jahr 2011 unterstützt das forumZFD eine Gruppe der Combatants for Peace aus Tukarem durch Theater-Trainings, um Theater als einer Form des gewaltfreien Protestes mehr Gewicht zu geben.

Proteste gegen gemeinsame Gedenkfeier für die Opfer des Konfliktes

Die Combatants for Peace sind eine der wenigen Gruppen in Israel und Palästina, die weiterhin an einer Zusammenarbeit beider Seiten festhalten. Mit welchen Widerständen sie mit ihrem Engagement für Frieden und Dialog zu kämpfen haben, wurde an den Protesten gegen eine Veranstaltung der Gruppe anlässlich des israelischen Gedenktages ‚Yom Hazikaron‘ im Frühjahr 2012 deutlich.

Die Organisation hatte palästinensische und jüdische Familien, die Angehörige im Konflikt verloren haben, zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung eingeladen. Der Protest rechtsgerichteter israelischer Gruppen und Medien entzündete sich daran, dass hier nicht ausschließlich der israelischen Opfer gedacht wurde, sondern ebenso Palästinenser zu Wort kamen.

Ein Zeitungsbericht warf den Combatants for Peace vor, die Eltern von Terroristen einzuladen. Nach der Veranstaltung setzte sich der Protest im Internet fort und richtete sich hier vor allem gegen Achinoam Nini. Die bekannte Sängerin, die Israel im Jahr 2009 beim Eurovision Song Contest vertrat, wurde für ihren Auftritt im Rahmen der Gedenkveranstaltung angefeindet. „Ich habe bei einer Zeremonie gesungen, bei der Juden und Araber Gedenken und Trauer für ihre Liebsten geteilt haben, die in dem andauernden Krieg zwischen uns gestorben sind. Es war ein Zeichen für Einheit, Verständigung, Mitgefühl und vor allem Frieden. Wenn jeder Araber ein Terrorist sein soll, ja, dann habe ich für Terroristen gesungen. Ebenso könnte man jeden Israeli einen Mörder nennen. Ich war also in guter Gesellschaft“, erwiderte Nini auf die Vorwürfe.
Avner Horowitz, Sprecher der Combatants for Peace, erläutert das Anliegen der Veranstaltung. „Niemand in Israel hat ein Monopol auf Trauer und Schmerz. Die Hinterbliebenen, israelische und palästinensische Familien, die an unserer Zeremonie teilnehmen, haben diesen Weg gewählt, um dem Tod ihrer Liebsten zu gedenken, weil sie ihnen mehr in ihrer Trauer helfen als die offiziellen vom Staat organisierten Veranstaltungen. Die mehreren tausend Besucher unserer Veranstaltung in den vergangenen Jahren beweisen, dass viele Menschen sich nach dieser alternativen Form des Gedenkens sehnen. Für uns ist das Gedenken an die Gefallenen verbunden mit dem Bemühen, den Tod weiterer Menschen in diesem Kreislauf der Gewalt zu verhindern.“

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