„Das forumZFD setzt
der Gewalt etwas
Visionäres entgegen.
Das unterstütze ich aus
vollem Herzen.“
Information
Bitte beachten Sie, dass unsere Geschäftsstelle aufgrund des Umzugs in der Zeit vom 31. Januar bis 5. Februar nicht erreichbar ist. Wir bitten um Ihr Verständnis, falls wir auch in der darauffolgenden Woche noch nicht so schnell wie üblich auf Anfragen reagieren können.
Die Geschäftsstelle des forumZFD zieht um!
ab 01. Februar 2012:
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Kampagne
Hintergrund: Der gewaltsame Konflikt auf Mindanao
Die Ursachen für den sogenannten Bangsamoro-Konflikt in Zentralmindanao reichen zurück in die Kolonialzeit der Spanier und der US-Amerikaner. Die Spanier kolonisierten und christianisierten große Teile der Philippinen bis ins 19. Jahrhundert. Nur die muslimischen Regionen im Süden widerstanden ihnen. Erst die Amerikaner brachen diesen Widerstand mit massiver Gewalt während ihrer bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts andauernden Kolonialherrschaft. Die amerikanische Kolonialregierung und die spätere philippinische Regierung förderten eine massive Ansiedlung von Bewohnerinnen und Bewohnern aus dem christlich geprägten Norden der Philippinen auf Mindanao, um sich Zugang zum großen Ressourcenreichtum der Insel zu verschaffen. Der aktuelle Konflikt ist vor allem eine Folge dieser Politik, die vielfach eine gewaltsame Vertreibung der muslimischen und nicht-muslimischen indigenen Bevölkerung Mindanaos von ihrem Land bedeutete.
In den 1970er Jahren kam es zur ersten gewaltsamen Konfrontation zwischen der philippinischen Regierung und der Moro National Liberation Front (MNLF), die für Selbstbestimmungsrechte und Autonomie der muslimischen Bevölkerung kämpfte. Im Jahr 1996 unterzeichnete die Regierung ein Friedensabkommen mit der MNLF, das jedoch von einer Splittergruppe, der Moro Islamic Liberation Front (MILF), nicht akzeptiert wurde. Eine erneute Eskalation des gewaltsamen Konfliktes war die Folge. Im August 2008 lag ein Abkommen zwischen der Regierung und der MILF zur Unterzeichnung vor. Das Verfassungsgericht untersagte der Regierung jedoch in letzter Minute die Unterzeichnung des Abkommens. Unmittelbar darauf eskalierte der Konflikt erneut, mehrere Hunderttausend Einwohnerinnen und Einwohner Mindanaos flohen vor den Kämpfen. Der Ausgang der Präsidentschaftswahlen im Mai 2010 gibt nun Anlass zu leiser Hoffnung: Der Wahlgewinner Aquino hatte im Wahlkampf versprochen, sich für die wirtschaftliche Entwicklung Mindanaos einzusetzen. Ob er auch einen neuen Anlauf im Friedensprozess wagt, wird nicht zuletzt vom Druck der Medien und der internationalen Gemeinschaft abhängen.





