„Das forumZFD setzt
der Gewalt etwas
Visionäres entgegen.
Das unterstütze ich aus
vollem Herzen.“
Projekt-Ansprechpartner
Nachrichten
Bonner Friedenstage
Vom 15. bis 28. September laden wir zu einem breiten Veranstaltungsprogramm in Bonn ein. Anlass ist der internationale Friedenstag der Vereinten Nationen am 21. September. Zehn Veranstaltungen zu bieten Ihnen zahlreiche Einblicke in die Vielfalt der Friedensarbeit.weltweit.
Forum Ziviler Friedensdienst e. V. fördert Transparenz in der Zivilgesellschaft
Verein wird Mitglied in der bundesweiten Initiative Transparente Zivilgesellschaft
7000 Schrittmacher für den Frieden
So viele Schülerinnen und Schüler starten vor den Sommerferien bei Friedensläufen in Bremen, Berlin und Aachen! Sie alle sammeln Spenden für die Projektarbeit des Zivilen Friedensdienstes! Weitere Friedensläufe finden in diesem Jahr in Nürnberg und Bremen statt.
Zeitung 2/2010
Die neue Ausgabe der Zeitung "Frieden braucht Fachleute" können Sie jetzt auch online lesen und kommentieren. Eine Übersicht über die Artikel der Zeitung finden Sie hier.
UNICEF und forumZFD kooperieren in Mazedonien
Erstmals arbeitet das Forum Ziviler Friedensdienst in Mazedonien mit einer Organisation der Vereinten Nationen zusammen, dem Kinderhilfswerk UNICEF. Im Rahmen der Kooperation wird das forumZFD seine Arbeit zur Verbesserung der interethnischen Beziehungen an Schulen auf die Städte Struga und Kicevo ausweiten.
Forum Ziviler Friedensdienst startet Projekt in Tübingen
PRESSEMITTEILUNG
Bonner Friedensorganisation startet Integrationsprojekt in Tübingen
Forum Ziviler Friedensdienst berät die Stadt bei der Konfliktbearbeitung
Tübingen/Bonn, 6. Mai 2010. Am Donnerstag stellte der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer gemeinsam mit Vertretern des Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD) ein neues Projekt zur Bearbeitung von Konflikten im Integrationsbereich vor. Das Projekt wird nach dem vom forumZFD entwickelten Ansatz der „Kommunalen Konfliktberatung“ ein Handlungskonzept entwickeln. Das Konzept soll helfen, gesellschaftliche Spannungen in Tübingen abzubauen und Konflikte im Kontext von Integration gewaltfrei zu bearbeiten. Das Projekt mit dem Titel „Integration fördern – Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken“ wird durch den Europäischen Integrationsfonds (EIF) und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert.
Oberbürgermeister Boris Palmer zeigte sich sehr erfreut über den Beginn des Projekts: „Integration ist ein komplexer Prozess, der vielerorts zu Spannungen führen kann – auch hier bei uns in Tübingen. Die Stadt und ich persönlich werden das forumZFD bei der Umsetzung des Projekts nach Kräften unterstützen, da es nicht bei den Symptomen stehen bleibt, sondern an den Ursachen ansetzt.“
Philipe Sufryd, Verantwortlicher des forumZFD für die Projektarbeit in deutschen Kommunen, erklärte den Ansatz des forumZFD: „Im niedersächsischen Quakenbrück und in Oranienburg bei Berlin konnten wir in den vergangenen Jahren der kommunalen Integrationsarbeit hilfreiche Impulse geben – auch aufgrund unserer interkulturellen Erfahrungen aus unseren Friedensprojekten im Ausland. Die Verantwortlichen in beiden Städten verstanden den Umstand, dass unsere Konfliktberater von außen kommen und unvoreingenommen die Situation betrachten können, als sinnvolle Ergänzung zu den vorhandenen Maßnahmen. “
Sylvia Lustig, Konfliktberaterin und Leiterin des Tübinger Projekts, erklärte ihre Pläne: „Besonders wichtig ist mir, mit den Betroffenen, insbesondere mit den Tübingerinnen und Tübingern mit Migrationshintergrund, ins Gespräch zu kommen. Wir möchten unsere Handlungsempfehlungen für die Integrationsarbeit nicht im luftleeren Raum entwickeln, sondern gemeinsam mit denjenigen, die an der Umsetzung mitwirken. Dazu zählen Sozialarbeiter und Anwohnerinnen, Verwaltungsmitarbeiterinnen und Lehrer.“
Lustig ist Soziologin, Psychologin und Kriminologin. Seit vielen Jahren berät sie Städte und Gemeinden zu Themen wie Jugendkriminalitätsprävention und Konfliktbearbeitung. Für das Bundesfamilienministerium entwickelte sie das Modellprogramm „Wir kümmern uns selbst. Konfliktlösung im öffentlichen Raum“.
Dr. Susanne Omran, Leiterin der Stabsstelle Gleichstellung und Integration bekräftigte: „Wir treffen in unserer Arbeit immer wieder auf Jugendliche mit Migrationshintergrund, die sich – zu Recht oder zu Unrecht – benachteiligt fühlen. Dabei ist die Frage für uns von großem Interesse, welche Wechselwirkungen zwischen dem Gefühl der Benachteiligung und der Konfliktbereitschaft bestehen und wie man die Jugendlichen unterstützen kann, ihren Platz in der Tübinger Stadtgesellschaft zu finden.“
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Das Foto zeigt (von links nach rechts) Philipe Sufryd, Referent in der Projektabteilung des forumZFD, Sylvia Lustig, Konfliktberaterin des forumZFD in Tübingen, Boris Palmer, Oberbürgermeister der Stadt Tübingen.
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Das forumZFD entwickelt seit 1999 Projekte der Konfliktbearbeitung in internationalen Konfliktregionen und bildet in seiner Akademie für Konflikttransformation qualifizierte Konfliktberater aus. Um deutsche Städte und Gemeinden bei der Bewältigung kommunaler Konflikte im Kontext von Integration zu unterstützen, hat das forumZFD das Instrument der „Kommunalen Konfliktberatung“ entwickelt. Gegenwärtig arbeitet das forumZFD in fünf deutschen Städten bzw. hat dort Projekte abgeschlossen. Neben Tübingen sind dies Oranienburg bei Berlin, der Hamburger Stadtbezirk Bergedorf sowie die niedersächsischen Städte Quakenbrück und Osterholz-Scharmbeck.
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