„Das forumZFD setzt
der Gewalt etwas
Visionäres entgegen.
Das unterstütze ich aus
vollem Herzen.“

Eva Mattes
Schauspielerin

„Gerne unterstütze ich das
Friedensengagement des
forumZFD, denn die zivile
Konfliktbearbeitung ist die
Herausforderung der Zukunft.“

Jaecki Schwarz
Schauspieler

„Ich bin froh, dass meine
Ersparnisse fürs Alter beim
forumZFD schon heute in
Form eines Darlehens etwas
für den Frieden bewegen.“

Eugénie Wilhelmi
Darlehensgeberin

„Ohne die finanzielle
Hilfe von Menschen für
das forumZFD könnte ich
meine Friedensarbeit hier im
Kosovo gar nicht leisten.“

Nehari Sharri
Friedensfachkraft
Information

Bitte beachten Sie, dass unsere Geschäftsstelle aufgrund des Umzugs in der Zeit vom 31. Januar bis 5. Februar nicht erreichbar ist. Wir bitten um Ihr Verständnis, falls wir auch in der darauffolgenden Woche noch nicht so schnell wie üblich auf Anfragen reagieren können.

Die Geschäftsstelle des forumZFD zieht um!
ab 01. Februar 2012:
Am Kölner Brett 8,
50825 Köln-Ehrenfeld

Telefon (ab 6. Februar)

Zentrale: 0221 91 27 32 - 0


Abteilung Verwaltung:
0221-91 27 32 - 20
Abteilung Kommunikation:
0221 91 27 32 – 30
Abteilung Projekte & Pogramme:
0221 91 27 32 - 50
Akademie für Konflikttransformation:
0221 91 27 32 - 70
Fax:
0221 91 27 32 - 99

Ansprechpartner

Bernhard Hillenkamp

Berater Nahost

Abteilung Projekte und Programme
Telefon: 
0228 85 02 96 - 58
E-Mail: 
hillenkampatforumZFD [dot] de




Libanon: Förderung von Dialog und Versöhnungsprozess

Aufarbeitung des Bürgerkriegs und Versöhnung zwischen den Gemeinschaften
Die Situation: 

Die Wunden des Bürgerkriegs im Libanon (1975-1990) sind noch nicht verheilt und das Misstrauen zwischen den ehemaligen Konfliktparteien ist nach wie vor groß. Im politischen System des Landes ist politische Teilhabe an konfessionelle Zugehörigkeit geknüpft, wodurch die diversen religiösen Gemeinschaften „ethnisiert“ werden. Ein starrer Proporz, der ein verzerrtes Bild der demographischen Verhältnisse spiegelt, regelt die prozentuale Beteiligung der „konfessionell-ethnischen“ Gruppen sowie die Vergabe von hohen öffentlichen Ämtern. Dies begünstigt den ausgeprägten Klientelismus und erschwert das Aufkommen eines konfessionsübergreifenden Gefühls der Zugehörigkeit. Begleitet von der Einflussnahme konkurrierender Auslandsmächte und verbalen Interventionen religiöser Würdenträger, verlaufen politische Konflikte im Libanon immer, mehr oder minder scharf, entlang dieser „konfessionell-ethnischen“ Linien.
Hinzu kommen rund 400.000 registrierte Palästinaflüchtlinge, von denen über 200.000 unter desolaten Bedingungen in landesweit verteilten Flüchtlingslagern leben. Ein Rückkehrrecht nach Palästina wird ihnen verwehrt und im Libanon sind ihnen viele soziale und politische Rechte vorenthalten. Auch wirkt der Bürgerkriegsantagonismus zwischen libanesischen und palästinensischen Organisation bis heute nach.
In dieser Situation, die allseits von tiefsitzenden Ängsten und Vorurteilen über „die Anderen“ geprägt ist, erschweren gegenseitige Schuldzuweisungen den Dialog und blockieren notwendige politische Entscheidungen. Die daraus resultierende Zunahme gewaltsam ausgetragener Konflikte während der letzten Jahre hat die Sorge vor einem Wiederaufflammen des Bürgerkriegs geschürt. Dabei leiden alle Betroffenen unter der mangelnden Sicherheit und den Auswirkungen von Krieg und Gewalt.

Was wir tun: 

Im Rahmen des gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) getragenen ZFD-Programmes im Libanon will das forumZFD einen Beitrag dazu leisten, die Konfliktdynamik zu durchbrechen. In diesem Sinne bemühen wir uns zusammen mit unseren künftigen Partnerorganisationen, Brücken zwischen den verschiedenen Gemeinschaften und Akteuren zu bauen sowie Räume des gemeinsamen Erlebens und der geteilten Verantwortung zu schaffen. Zunächst konzentrieren wir uns auf die Dokumentation und Aufarbeitung der jüngeren Konflikthistorie. Auf diesem Wege soll der Boden für eine multiperspektivische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit bereitet werden, woraus gegenseitiges Verständnis und die Anerkennung der wechselseitigen Ängste und Erfahrungen von Leid und Unrecht erwachsen können.
Nach einer konstituierenden Phase, in der Kontakte geknüpft und intensiviert wurden, hat unsere Fachkraft Manuel Sakmani (seit Dezember 2009 vor Ort) mit vier lokalen Partnerorganisationen das erste Projekt vorbereitet. Gemeinsam sollen der besonders vernachlässigte Aspekt von gewaltlosem Aktivismus im Libanon dokumentiert und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Auch ist die Interaktion mit gewaltlosen Aktivisten, Vertretern von Jugendorganisationen der wesentlichen politischen Akteure und Kriegsberichterstattern vorgesehen. Das Projekt zielt auf ein erhöhtes Bewusstsein für die gesellschaftlichen Potenziale für gewaltlose Konfliktbearbeitung im Libanon sowie auf eine Sensibiliserung für die entsprechenden Methoden ab.
Die Programmleitung des forumZFD im Libanon hatte von Juni 2009 bis Mai 2010 Stephan Rosiny inne. Seit September 2010 wurde sie von Jule Petra Schultz übernommen. Die GIZ ist der Ansprechpartner für das trägerübergreifende Engagement.

Fakten zum Projekt
Standort: 
Beirut
Projektzeitraum: 
2009 – 2012
Träger: 
Forum Ziviler Friedensdienst
Fachkraft: 
Jule Schultz, Manuel Sakmani, Dagmar Ihlau, Björn Zimprich
Partnerorganisationen: 
Partnerorganisationen im Libanon, die sich um die Aufarbeitung des Bürgerkriegs und um die Versöhnung zwischen den Gemeinschaften bemühen
Finanzierung: 
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Ansprechpartner: