Aktuelles

Münchner Sicherheitskonferenz: Von bitteren Pillen und wirksamer Medizin gegen Krieg und Gewalt

"Mehr Geld für Rüstung und Militär? Nicht mir uns!" Oliver Knabe, Vorstandsvorsitzender des forumZFD, berichtet über die Münchner Sicherheitskonferenz 2017. Nur durch Verzicht auf Waffeneinsatz und Aufrüstung kann die internationale Gemeinschaft tatsächlich Verantwortung in Konflikten übernehmen.

Home away from home – Projekte zur erfolgreichen Integration in Europa

Wie können Flüchtlinge, Asylsuchende und Migranten bestmöglich in die europäische Gesellschaft integriert werden? Im Rahmen des europäischen Austauschprogramms ERASMUS stellt sich ein Kooperationsprojekt des Zentrum für Frieden, Gewaltlosigkeit und Menschenrechte aus Kroatien mit dem forumZFD, The World of NGOs (AT), Tumult vzw (BE) und The University of Westminster LBG (UK) dieser Frage.

ZFD-Broschüre erschienen: Gewalt vorbeugen, Zusammenleben fördern, Rückkehr erleichtern

Die Broschüre des ZFD "Flucht. Gewalt vorbeugen, Zusammenleben fördern, Rückkehr erleichtern" zeigt, wie zivile Friedensarbeit die Auswirkungen von Flucht- und Migrationsbewegungen mildert und Frieden fördert.

Nicht mein Volk.

Die Rede des thüringischen AfD-Chefs Björn Höcke bei einer Veranstaltung der Jungen Alternative in Dresden traf nicht nur in Deutschland auf breiten Protest. Ein Kommentar von Maike Dafeld, die für das forumZFD für eine Aufarbeitung der gewaltvollen Vergangenheit im westlichen Balkan arbeitet.

Auf der Suche nach Frieden: neue Nachhaltigkeitsstrategie enttäuscht

Zur von der Bundesregierung verabschiedeten neuen Nachhaltigkeitsstrategie erklärt forumZFD-Vorstandsvorsitzender Oliver Knabe: „Die neue Nachhaltigkeitsstrategie ist friedenspolitisch zu wenig ambitioniert. Das ist enttäuschend, denn die UN-Staaten hatten 2015 auch mit Unterstützung der deutschen Bundesregierung Frieden explizit als Ziel in die globalen nachhaltigen Entwicklungsziele aufgenommen.“

Seminare für Rückkehrende

Das Förderungswerk der Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste e. V. hat ihr neues Seminarprogramm 2017 veröffentlicht.

Bundeshaushalt 2017 verabschiedet: Mehr für den Frieden, ein vielfaches für den Krieg

Der Appell des forumZFD war tatsächlich erfolgreich: Die Abgeordneten haben in der letzten Beratungsrunde die Mittel für zivile Friedenspolitik deutlich erhöht! Der Bundestag hat am heutigen Freitag, 25.11.2016, den Haushalt für 2017 verabschiedet - das Missverhältnis zwischen Militärausgaben und Investitionen in zivile Friedenspolitik nimmt weiter zu.

Ziviler Friedensdienst - 17 Jahre für eine Welt ohne Gewalt

Am 22. November wird der Zivile Friedensdienst 17 Jahre alt. Seit Aussendung der ersten Friedensfachkräfte 1999 hat er sich zu einem Erfolgsmodell für Gewaltprävention und Friedensförderung entwickelt. In Zeiten zunehmender Gewaltkonflikte in der Welt muss der ZFD dringend weiter ausgebaut werden.

"Neue Geschichten braucht das Land"

Auf der friedenslogischen Aktionstagung des forumZFD im Oktober 2016 haben sich mehr als 40 Teilnehmende die Frage gestellt "Wie erzählt man vom Frieden?" Mit dabei waren die Referentinnen Maike Gosch und Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach.

"Man soll gehen, wenn es am Schönsten ist."

Tilman Evers verabschiedet sich aus seiner Arbeit im Vorstand des forumZFD. Als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender hat er den Verein mit überdurchschnittlichem Engagement, Herzblut, Expertise, Hartnäckigkeit und Zuversicht maßgeblich mit aufgebaut und geprägt.

Mittel für Zivilen Friedensdienst erhöht

Bei den abschließenden Haushaltsberatungen für den Bundeshaushalt 2017 wurde laut aktuellen Meldungen eine Erhöhung der Mittel für den Zivilen Friedensdienst um drei Millionen Euro beschlossen. Das ist auch ein Erfolg unserer Kampagne "Den Frieden fördern, nicht den Krieg". Weitere Informationen und eine Einschätzung folgen in den nächsten Tagen.

Appell: "Den Frieden fördern, nicht den Krieg!"

Mit einer bundesweiten Anzeige wollen wir in möglichst vielen Medien die Abgeordneten des Bundestages dazu auffordern, dem Haushaltsentwurf 2017 Ende November im Bundestag nur dann zuzustimmen, wenn der vorgelegte Entwurf der Bundesregierung noch substantielle Veränderungen hin zu einem Ausbau ziviler friedenspolitischer Maßnahmen erfährt.

Auf der Konferenz „Alle mitnehmen – soziale Ungleichheit überwinden!“ war auch Gewalt Thema

Zusammen mit VENRO, dem DGB und anderen Verbänden und Organisationen lud das forumZFD am 26. September zur Konferenz „Alle mitnehmen – soziale Ungleichheit überwinden!“. Rund 200 Besucherinnen und Besucher aus der Zivilgesellschaft, aber auch aus der Wissenschaft und der Politik, folgten der Einladung.

5. Jülicher Friedenslauf

1600 Kinder und Jugendliche von acht Jülicher Schulen haben am 16. September ein gemeinsames Zeichen für Frieden und Vielfalt gesetzt. Der 5. Friedenslauf in Jülich fand erstmals rund um den Marktplatz statt.

Aus Krisen nichts gelernt

Friedensförderung und Krisenprävention bilden keine Schwerpunkte im Bundeshaushalt 2017. In einer Stellungnahme fordert die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, dass Deutschland seine friedenspolitische Verantwortung ernst nimmt und adäquate Änderungen vor der Verabschiedung des Haushaltsgesetzes vorgenommen werden.

Auszeichnungen
  • Gustav-Heinemann-Bürgerpreis 1997
  • Göttinger Friedenspreis 2005
  • Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung 2014
Kontakt

Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
Am Kölner Brett 8, 50825 Köln

Tel.: 0221 91 27 32 - 0
kontakt@forumZFD.de
 

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE37370205000008240101
BIC: BFSWDE33XXX

Ansprechpartner

Christoph Bongard

Leiter der Abteilung Kommunikation

Abteilung Kommunikation
Telefon: 
0221 91 27 32 - 31
E-Mail: 
bongardatforumZFD [dot] de



Erfolg einer visionären Idee: 20 Jahre Forum Ziviler Friedensdienst

Köln, 4. Juni 2016. Vor 20 Jahren, 1996, gründeten Personen und Organisationen aus der Friedensbewegung und den Kirchen einen kleinen Verein mit einer visionären Idee: das Forum Ziviler Friedensdienst. Vor dem Hintergrund der Kriege in Jugoslawien forderten sie von der Bundesregierung den Aufbau eines Zivilen Friedensdienstes, um dem Einsatz von Militär eine gewaltfreie Alternative entgegenzusetzen.

Das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD) konnte die Bundesregierung schon zwei Jahre nach der Gründung von der Idee überzeugen. Es hat in den letzten 20 Jahren an seiner Akademie für Konflikttransformation mehr als 500 Menschen zu Friedensfachkräften ausgebildet und gemeinsam mit anderen Organisationen den Zivilen Friedensdienst zu einem anerkannten Programm deutscher Friedenspolitik entwickelt, das in rund 40 Ländern mit gewaltfreien Mitteln Frieden fördert.


Gründerin Helga Tempel erklärt das Anliegen der Initiatoren des Vereins: „Wir wollten nicht länger nur „Nein“ sagen zum Krieg, sondern „Ja“ zu Alternativen.“ Dafür gewannen Helga Tempel und ihre Mitstreiter bald prominente Unterstützer. Im Frühjahr 1997 unterzeichneten zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Kultur die Berliner Erklärung für einen Zivilen Friedensdienst, darunter Heiner Geißler, Johannes Rau, Joschka Fischer sowie Dorothee Sölle, Christa Wolf und Lew Kopelew. Ein Jahr später verpflichtete sich die neue Bundesregierung zum Aufbau des Zivilen Friedensdienstes.

„Anfangs gab es auf Seiten der Politik keine konkrete Vorstellung davon, was der Zivile Friedensdienst bewirken kann. Da schien es das Einfachste, unser Anliegen als leichtsinniges Gutmenschentum abzutun“, erinnert sich der Gründungsvorsitzende Heinz Wagner und ergänzt: „Heute sind wir tatsächlich in der Lage, der Politik eine erprobte und fundierte Alternative für gewaltfreies Handeln in Konflikten anzubieten.“

Das forumZFD kann heute auf viele Beispiele erfolgreicher Friedensarbeit verweisen. Im ehemaligen Jugoslawien erwuchsen aus der Traumaarbeit mit Kriegsveteranen Versöhnungsinitiativen vormals verfeindeter Kämpfer. Im Libanon vermitteln Mediatoren in Konflikten zwischen syrischen Geflüchteten und libanesischen Nachbarn. In Mazedonien und auf den Philippinen wurde mit Hilfe des forumZFD Friedenspädagogik in die Lehrpläne integriert, so dass Kinder die ethnischen Konflikte überwinden statt Feindbilder zu übernehmen.

Für forumZFD-Geschäftsführer Oliver Knabe ist die Förderung des Zivilen Friedensdienstes durch die Bundesregierung ein wichtiger Schritt. „Noch übersteigen die Militärausgaben die Investitionen in Friedensförderung um ein Vielfaches und deutsche Politik verschärft viele Konflikte, zum Beispiel durch Waffenexporte. Damit können wir uns nicht zufrieden geben und deshalb fordern wir weiterhin von der Bundesregierung mehr Engagement für zivile Friedensförderung“, erklärt Knabe.
Das forumZFD arbeitet inzwischen auch mit Konfliktberatung für Kommunen in Deutschland, zum Beispiel zur Integration von Geflüchteten und dem Umgang mit der wachsenden Polarisierung unserer Gesellschaft.

Am heutigen Samstag feiert das forumZFD sein 20-jähriges Jubiläum mit einem Festakt und mehr als 250 Gästen in Köln.

Zum Jubiläum hat das forumZFD unter dem Titel „Entschieden für Frieden. Rückblick auf 20 Jahre Forum Ziviler Friedensdienst“ ein kleines Buch herausgegeben. In einem Gespräch mit dem Journalisten Andreas Zumach zeichnen drei Gründungsmitglieder die Entwicklung des Vereins von einer ehrenamtlichen Friedensinitiative zu einer weltweit engagierten Friedensorganisation nach. Das Buch kann hier bestellt werden.

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