Aktuelles

Friedensgeschichten aus Mindanao – Kurzfilmvorführung in Berlin

Die Kurzfilmreihe „The Long Reach of Short Films – Telling Stories of Peace in Mindanao“ des forumZFD in den Philippinen wird nun auch in Berlin gezeigt. Sie stellen Chancen für den Frieden auf Mindanao aus verschiedenen Perspektiven dar.

Frieden entwickeln – Waffenexporte verbieten

Im Rahmen der Sendung Werkstatt Zukunft von Oldenburg eins und Radio Weser.tv laden das Forum Ziviler Friedensdienst e. V. Und das Evangelische Bildungswerk Ammerland zur Diskussion nach Oldenburg ein.

Kommunale Konfliktberatung: Prävention, Deeskalation, Begleitung

Nadira Korkor, Programmleiterin für Kommunale Konfliktberatung des forumZFD, Konfliktberater Hagen Berndt und Sylvia Lustig über den Ansatz der Kommunalen Konfliktberatung in: Spektrum der Mediation, Heft 62/2016.

Alles nur Fassade?

Philippinen. War da nicht dieser schlimme Wirbelsturm vor einigen Jahren? Und sonst? Vortrag und Diskussion mit dem forumZFD Team aus Butuan City über die Arbeit in der Region.

Wie geht es dem Balkan?

Am 31. Mai 2016 laden das Forum Ziviler Friedensdienst e. V. und pax christi zu einem Gespräch über die Situation in Kosovo, Bosnien und Herzegowina und die Arbeit der beiden Organisationen vor Ort ein.

Auszeichnungen
  • Gustav-Heinemann-Bürgerpreis 1997
  • Göttinger Friedenspreis 2005
  • Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung 2014
Kontakt

Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
Am Kölner Brett 8, 50825 Köln

Tel.: 0221 91 27 32 - 0
kontakt@forumZFD.de
 

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE37370205000008240101
BIC: BFSWDE33XXX

Ansprechpartner

Christoph Bongard

Leiter der Abteilung Kommunikation

Abteilung Kommunikation
Telefon: 
0221 91 27 32 - 31
E-Mail: 
bongardatforumZFD [dot] de

forumZFD zu deutschen Waffenlieferungen in den Irak

Nothilfe und Friedensperspektive statt Kriegsbeteiligung

Köln, 22.08.2014. Zur Entscheidung der Bundesregierung, Waffen in den Nord-Irak zu liefern, erklärt das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD):

Die Bundesregierung bricht mit ihrer Entscheidung zu Waffenlieferungen in den Irak erstmals offen mit einem der letzten friedenspolitischen Grundsätze deutscher Außenpolitik: Keine Waffenlieferungen in Krisengebiete. Die Bundesregierung begründet diesen Tabubruch mit der Verantwortung für die bedrohte Zivilbevölkerung und drohenden massiven Menschenrechtsverbrechen an religiösen Minderheiten im Nord-Irak.

Diese Minderheiten konnten jedoch weitgehend flüchten. Waffenlieferungen zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Nothilfe, sondern Unterstützung einer Kriegspartei – also indirekter Kriegseintritt, ohne völkerrechtliches Mandat.

Das forumZFD wendet sich entschieden gegen solche Waffenlieferungen in den Irak. Dazu erklärt Geschäftsführer Heinz Wagner: „Schon jetzt sind auch deutsche Waffen in Syrien und im Irak im Einsatz und befeuern die Konflikte. Die Erfahrung zeigt, dass der Verbleib von gelieferten Waffen nicht kontrolliert werden kann. Auch die Waffen, die jetzt geliefert werden sollen, werden über Jahrzehnte ‚wandern‘ und in unabsehbaren künftigen Konflikten Menschen töten. Was kurzfristig Hilfe verspricht, wird langfristig zum Alptraum: Es ist dann nur eine Frage der Zeit, wann weitere deutsche Waffen gebraucht werden, um deutsche Waffen zu bekämpfen.“

Die politischen Ziele der indirekten Kriegsbeteiligung durch Waffenlieferungen bleiben in den Stellungnahmen der Bundesregierung völlig im Dunkeln. Für die Zukunft des Irak, für den Krieg in Syrien oder den Kurdenkonflikt werden öffentlich weder Perspektiven diskutiert noch politische Folgeabschätzungen vorgenommen.

Das forumZFD fordert die Bundesregierung auf, statt auf Waffenlieferungen zu setzen, alle Anstrengungen zur Bewältigung der Krise im Irak auf die humanitären, zivilen und diplomatischen Mittel zu konzentrieren. Zu den geforderten Sofortmaßnahmen gehören eine nochmalige Aufstockung der humanitären Hilfe und diplomatischer Einsatz gegenüber der Türkei für ungehinderten Zugang zu Flüchtlingen im Nord-Irak und Syrien. Zudem sind diplomatische Initiativen zum Stopp der Unterstützung der IS durch die Türkei, Saudi Arabien und Katar, allesamt Empfänger deutscher Waffenexporte, dringend notwendig.

Schon in der Vergangenheit wurden Rüstungsgüter aus Deutschland an Staaten geliefert, die laut UN die Menschenrechte massiv missachten. Waffenlieferungen in Krisengebiete dürfen nicht Instrument einer neuen deutschen Außenpolitik im Namen internationaler Verantwortung werden. Mit Recht fordert eine deutliche Mehrheit der Deutschen ein stärkeres ziviles Engagement und lehnt Umfragen zufolge Waffenlieferungen in Krisengebiete ebenso ab wie weitere Auslandseinsätze der Bundeswehr.

Ansprechpartner: