Aktuelles

Unterrichtsleitfaden "Konfliktsensibler Journalismus" veröffentlicht

Junge Medienschaffende in Mindanao, Phlilippinen, werden in Konfliktsensiblem Journalismus ausgebildet. Das forumZFD hat dazu ein Handbuch für Lehrerinnen und Lehrer herausgegeben.

Friedensarbeit ist die beste Prävention von Terror und Gewalt!

Bereits zum vierten Mal hat das forumZFD mit einem Side Event auf der Münchner Sicherheitskonferenz über zivile Friedensförderung informiert. Gemeinsam mit dem Bischöflichen Hilfswerk MISEREOR und der Friedensgruppe „Münchner Sicherheitskonferenz verändern lud das forumZFD zur Diskussion über Prävention von Terrorismus und Radikalisierung am Beispiel des Irak und der Philippinen.

Mali: "Voller Risse - voller Hoffnung"

Die Lage in Mali ist seit Jahrzenten sehr angespannt. Besonders der Norden ist von gewaltsamen Aufständen betroffen. Der ZFD und seine Partner suchen Auswege.

Aktion Zukunft 2018

Schüler treffen Flüchtlinge e.V.: Bewerbungsphase für das Seminar "Aktion Zukunft" für junge Menschen mit und ohne Fluchthintergrund eröffnet

Münchner Sicherheitskonferenz: forumZFD und MISEREOR fordern Vorrang für zivile Friedensförderung

Combatants for Peace erneut für Friedensnobelpreis nominiert

Das forumZFD gratuliert seiner langjährigen Partnerorganisation in Israel und Palästina zur erneuten Nominierung für den Friedensnobelpreis 2018

forumZFD zum Koalitionsvertrag: Wenig glaubwürdig - Ausbau ziviler Friedensförderung wiegt Aufrüstung und Rüstungsexporte nicht auf.

Visionen für den Frieden

Wie sind die Friedensprozesse im heutigen Bosnien und Herzegowina bisher verlaufen und was sind die Vorstellungen und Visionen für die Zukunft dieser Region? Diesen Fragen stellten sich 50 Referentinnen und Referenten sowie zahlreiche Gäste auf einer Veranstaltung des forumZFD in Sarajevo im Oktober 2017.

Abgeordnete und Zivilgesellschaft auf „Großbaustelle Nachhaltigkeit“

Deutschland ist noch weit von einer nachhaltigen Politik entfernt – zu diesem Ergebnis kamen die meisten Besucherinnen und Besucher des zweiten Kölner Nachhaltigkeits-Talks am 24. Januar in der Alten Feuerwache. Rund 80 Menschen folgten der Einladung des Bündnisses Kommunale Nachhaltigkeit Köln, des forumZFD und des Vereins KölnAgenda.

forumZFD fordert von der GroKo glaubwürdige Friedenspolitik

„Die nächste Bundesregierung muss sich glaubhaft für den Frieden einsetzen. Dazu brauchen wir eine Wende in der Rüstungsexportpolitik und einen klaren Vorrang für zivile Friedensförderung." erklärt forumZFD-Vorstand Oliver Knabe am 29.01.18.

Ergebnisse der Sondierungsgespräche enttäuschen

Mehr als 500 Menschen sind unserem Aufruf von Dezember gefolgt und haben Martin Schulz vor den Sondierungsgesprächen an die Wahlversprechen der SPD zu Frieden und Abrüstung erinnert. Nun liegen die enttäuschenden Ergebnisse der Sondierungsgespräche vor.

Interkommunale Fachtagung in Berlin

"Lokale Akteure vernetzen - Gemeinsam die Integrationsherausforderung von heute und morgen bewältigen". Zu diesem Thema kamen am 16. und 17. November ehemalige, aktuelle und zukünftige Projektpartner in Berlin zusammen, um sich auszutauschen und zu vernetzen.

Zweiter Kölner Nachhaltigkeitstalk am 24.1.2018: Großbaustelle Nachhaltigkeit

Beim zweiten Nachhaltigkeitstalk am 24. Januar möchten wir in der Alten Feuerwache den Bericht „Großbaustelle Nachhaltigkeit“ vorstellen. Mit zwei Herausgebern, Kölner Bundestagsabgeordneten und Ihnen möchten wir über die Erwartungen für die Nachhaltigkeitspolitik des neuen Bundestages und der nächsten Bundesregierung diskutieren.

Die unbekannte Seite von Silke Maier-Witt

Köln, 30.11.2017. Jörg Schleyer und Silke Maier-Witt haben mit ihrer Begegnung menschliche Größe bewiesen. Silke Maier-Witt reiste Anfang des Jahres 2000 als erste Friedensfachkraft des forumZFD in den Kosovo.

Das nachhaltige Entwicklungsziel 16 mess- und kontrollierbar machen

Wie kann die Umsetzung des Friedensziels 16 der globalen Nachhaltigkeitsagenda messbar gemacht und überprüft werden? Diese Frage stellt sich eine Veranstaltung von FriEnt und des forumZFD am 13. Dezember in Berlin.

Auszeichnungen
  • Gustav-Heinemann-Bürgerpreis 1997
  • Göttinger Friedenspreis 2005
  • Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung 2014
Kontakt

Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
Am Kölner Brett 8, 50825 Köln

Tel.: 0221 91 27 32 - 0
kontakt@forumZFD.de
 

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE37370205000008240101
BIC: BFSWDE33XXX

Ihre Bestellung

Der Warenkorb ist aktuell defekt. Wir bitten, die Unanehmlichkeit zu entschuldigen.

Gerne nehmen wir Ihre Bestellung telefonisch unter 0221 91 2 73 2-0 oder per E-Mail unter kontakt@forumZFD.de entgegen.



Peace Event Sarajevo 2014

Nie mehr Krieg! 2.500 Teilnehmende feiern internationales Friedensfest. Unter dem Slogan „Come, Participate, Create!” versammelten sich vom 6. und 9. Juni 2014 erstmals Friedensaktivist/innen und –expert/innen aus der ganzen Welt im Rahmen des vom forumZFD mitorganisierten Peace Events in Sarajevo.

Unter dem Slogan „Come, Participate, Create!” versammelten sich vom 6. und 9. Juni 2014 erstmals Friedensaktivist/innen und –expert/innen aus der ganzen Welt im Rahmen des vom forumZFD mitorganisierten Peace Events in Sarajevo. Die bosnische Hauptstadt steht dieses Jahr, genau ein Jahrhundert nach dem Attentat auf Franz Ferdinand, ganz im Zeichen des Ersten Weltkriegs. Eine Lehre aus diesem und anderen Kriegen der letzten 100 Jahre zu ziehen und sich für Friedensarbeit einzusetzen, war eines der Hauptziele von „Network for Building Peace“, Veranstalter des internationalen Festivals.

„Frieden ist möglich“. So beschreibt die Presse die gemeinsame Stimmung auf der Eröffnungszeremonie des internationalen Friedensfestivals. „Nie mehr Krieg“ und „Konflikte sind friedlich zu lösen“, war auch die Botschaft der Teilnehmenden. Die Veranstalter hatten allen Grund, zufrieden zu sein. Über 2.500 Menschen aus aller Welt kamen zum ersten Peace Event nach Sarajevo, um sich über das Thema Frieden zu informieren und auszutauschen. Angeboten wurden drei Arten von Aktivitäten: Das internationale Forum, bestehend aus unterschiedlichen Workshops und „Runden Tischen“, kulturellen Veranstaltungen und ein Youth Camp, in welchem Jugendliche aus der ganzen Welt sich gemeinsam an interkulturellen Dialogen beteiligen und Toleranz üben konnten. Das kulturelle Angebot konnte sich besonders sehen lassen: Ausstellungen, Filmpräsentationen, Konzerte und Tanzensembles boten einen Ausgleich zu den anspruchsvollen Diskussionen mit Expert/innen – darunter auch Nobelpreisträgerin Mairead Maguire – zu schwierigen oder kontroversen Themen wie „Alternativen zum NATO-Militarismus“ oder „Frauen im Krieg“. Ein Höhepunkt war das

„Solidarity and Peace Concert“ im stadtbekannten Club Sloga, eine humanitäre Veranstaltung, bei der Geld für die von der Jahrhundertflut betroffenen Opfer in der Region gesammelt wurde.

Den Organisator/innen war es vor allem ein Anliegen, zu betonen, dass einzig die Kraft der aktiven Gewaltlosigkeit dazu betragen könne, in einer durch Krieg geprägten Welt eine Kultur des Friedens zu etablieren. Die aktuellen Unruhen in der Ukraine oder im arabischen Raum, sowie die Jugoslawienkriege der 1990er Jahre würden beweisen, dass es eines kollektiven Appells bedarf, um Alternativen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen vorzustellen.

Auch für die Premiere des Films MOnuMENTImotion des Künstlers Muhamed Kafedžić Muha aus Sarajevo bot das Peace Event eine sehr gute Plattform. Die ursprüngliche Idee zu diesem Projekt stammt vom forumZFD und wurde durch die Bilder des Fotografen Marko Krojač inspiriert, auf welchen Denkmäler aus dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien abgebildet sind. An der Erzählung und ihrer visuellen Umsetzung arbeiteten 18 junge Künstler/innen und Aktivist/innen aus der Region sowie aus Deutschland, die während der gesamten MOnuMENTI-Ausstellung in der Art Gallery of BiH anwesend waren und Besuchern für Fragen zur Verfügung standen. Nicht nur die Filmpremiere war gut besucht, sondern auch der vom forumZFD organisierte Runde Tisch zum Thema „Kunst in der Vergangenheitsarbeit“. Am Runden Tisch, der mit unserer Friedensfachkraft für Bosnien und Herzegowina, Michele Parente, zusammen mit Nihad Kreševljaković (Direktor des Kriegstheaters Sarajevo), Andrea Baotić (Kunsthistorikerin, Sarajevo), Marko Krojač und Muhamed Kafedžić Muha besetzt war und von der Journalistin Kristina Ljevak moderiert wurde, wurde dieses Thema kontrovers diskutiert. Ziel war es, durch den Film eine neue Perspektive der jungen Generation und somit eine andere Seite der Geschichte zu zeigen. Ein weiteres wichtiges Fazit der Diskussion war, dass ein Bedürfnis nach mehr Zusammenarbeit zwischen regionalen Künstlern bzw. Intellektuellen im Bereich der Vergangenheitsarbeit besteht.

Viele lokale Medien zeigten großes Interesse an der Arbeit des forumZFD. Es gab nicht nur Artikel in Print- und Onlineformaten wie Deutsche Welle oder BH Dani, sondern auch Beiträge und Interviews in unterschiedlichen Fernsehsendungen. Besondere Aufmerksamkeit wurde uns auch von japanischen Medienvertretern zuteil, die Inspiration in unserer Arbeit für ihre eigene Vergangenheitsaufarbeitung zu finden versuchen.

„Nonviolent Intervention/Unarmed Civilian Peacekeeping“ stellte Christian Pfeifer, Regionalleiter des forumZFD für den westlichen Balkan, nicht nur die Entstehungsgeschichte des forumZFD vor, sondern betonte auch die Einzigartigkeit seiner Zusammensetzung: Das in der Welt einmalige „Gemeinschaftswerk“ Ziviler Friedensdienst, getragen von einem Zusammenschluss zivilgesellschaftlicher und kirchlicher Organisationen sowie der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) einerseits und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit andererseits. Der tolle Erfolg des diesjährigen Peace Events könnte bedeuten, dass es im nächsten Jahr eine Fortsetzung gibt – dann vielleicht in Israel. Bernard Dreano, Mitglied des Veranstaltungs-Komitees, fasste bei seiner Abschlussrede zusammen: „We have been looking for ways to help the actors for peace everywhere, to fight, locally and globally, militarism and war, and to struggle for justice and human security. […] We will go back to our countries, ready for action and for other occasions to meet and cooperate.“ Mit dem kriegsgebeutelten Sarajevo als erstem Veranstaltungsort des Peace Events wurde in der internationalen Friedensarbeit auf jeden Fall ein großes Zeichen gesetzt.

von Milica Cimesa (Mitarbeiterin im Regionalbüro des forumZFD in Belgrad)