„Das forumZFD setzt
der Gewalt etwas
Visionäres entgegen.
Das unterstütze ich aus
vollem Herzen.“

Eva Mattes
Schauspielerin

„Gerne unterstütze ich das
Friedensengagement des
forumZFD, denn die zivile
Konfliktbearbeitung ist die
Herausforderung der Zukunft.“

Jaecki Schwarz
Schauspieler

„Ich bin froh, dass meine
Ersparnisse fürs Alter beim
forumZFD schon heute in
Form eines Darlehens etwas
für den Frieden bewegen.“

Eugénie Wilhelmi
Darlehensgeberin

„Ohne die finanzielle
Hilfe von Menschen für
das forumZFD könnte ich
meine Friedensarbeit hier im
Kosovo gar nicht leisten.“

Nehari Sharri
Friedensfachkraft
Information

Bitte beachten Sie, dass unsere Geschäftsstelle aufgrund des Umzugs in der Zeit vom 31. Januar bis 5. Februar nicht erreichbar ist. Wir bitten um Ihr Verständnis, falls wir auch in der darauffolgenden Woche noch nicht so schnell wie üblich auf Anfragen reagieren können.

Die Geschäftsstelle des forumZFD zieht um!
ab 01. Februar 2012:
Am Kölner Brett 8,
50825 Köln-Ehrenfeld

Telefon (ab 6. Februar)

Zentrale: 0221 91 27 32 - 0


Abteilung Verwaltung:
0221-91 27 32 - 20
Abteilung Kommunikation:
0221 91 27 32 – 30
Abteilung Projekte & Pogramme:
0221 91 27 32 - 50
Akademie für Konflikttransformation:
0221 91 27 32 - 70
Fax:
0221 91 27 32 - 99

Ansprechpartner

Dragoslav Dedović

Berater westlicher Balkan

Abteilung Projekte und Programme
Telefon: 
0228 85 02 96 - 56
E-Mail: 
dedovicatforumZFD [dot] de




Mazedonien

Jugend stärken – Veränderungen auf den Weg bringen – Brücken bauen
Die Situation: 

Mazedonien ist ein Vielvölkerstaat, in dem es zwischen den ethnischen Gemeinschaften immer wieder zu Spannungen und Konflikten kommt. Im Jahr 2011, zehn Jahre nach dem Rahmenabkommen von Ohrid, hat sich der Graben, der die beiden größten ethnischen Gruppen - Mazedonier und Albaner - trennt, weiter vertieft.

Wesentliche Verantwortung dafür trägt das Verhalten politischer Parteien, vorneweg die nationalistische Politik der regierenden mazedonischen Partei “Innere Mazedonische revolutionäre Organisation - Demokratische Partei für Mazedonische Nationale Einheit (VMRO-DPMNE)”. Im Mittelpunkt der Politik steht die Propagierung und die Stärkung einer spezifischen mazedonischen Identität. Mit großem propagandistischem und finanziellem Aufwand werden die vermeintlichen antiken Wurzeln der Mazedonier hervorgehoben, die auf Alexander den Großen zurückgehen sollen.

Die aggressive Zurschaustellung der Attribute einer rein mazedonischen Identität nimmt keine Rücksicht auf die Empfindlichkeiten der anderen Volksgruppen und verschärft darüber hinaus den Konflikt mit benachbarten Staaten, insbesondere mit Griechenland. Die Albanischen Parteien verweigern die Mitarbeit im Parlament oder verhalten sich indifferent. Die “Union Für Integration - “DUI”, Koalitionspartner von VMRO-DPMNE, fordert offiziell lediglich, dass auch albanische Helden auf dem Hauptplatz aufgestellt werden und beklagen die noch immer nicht ausreichende Repräsentanz der Albaner in staatlichen Institutionen.

Die ökonomische Situation der Bevölkerung verschlechtert sich immer mehr. Ein Drittel der Bevölkerung gilt offiziell als arm. Öffentliche Proteste finden nicht statt. In einem Land, in dem der Staat der größte Arbeitgeber ist, ist die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei beinahe überlebenswichtig. Die Partei, die der Familie zumindest ein Einkommen sichert, muss auf jeden Fall an der Macht bleiben. Das wissen auch Schüler und Studenten und verhalten sich entsprechend konform.

Politische Spannungen spiegeln sich regelmäßig auch an Mazedoniens Schulen wieder. Kommt es auf dem Schulhof zu Gewalttätigkeiten, werden sie sofort zum Politikum und als inter-ethnischer Konflikt wahrgenommen. Politische Parteien missbrauchen Schüler für ihre politischen Ziele. Schüler werden in keiner Weise dazu ermutigt, ihre eigene Meinung zu entwickeln und zu vertreten. Gewalt als Mittel zur Problemlösung ist noch immer sehr weit verbreitet.

Was wir tun: 

Ziel des Projekts ist es, nachhaltige Veränderungen im Schulsystem auf den Weg zu bringen und die inter-ethnische Kooperation unter den Jugendlichen zu stärken. Im Jahr 2010 konnten wir erste Erfolge vorweisen. Das Ministerium für Erziehung und Wissenschaft und das Büro für Entwicklung von Erziehung konnten von forumZFD und unseren Partnerorganisationen von der Wirksamkeit der Methoden gewaltfreier Konfliktbearbeitung in den Schulen überzeugt werden. Schulmediation und gewaltfreie Kommunikation stehen seit 2010 auf der Liste der obligatorischen Projektaktivitäten. In sechs weiterführenden Schulen in Skopje existieren Mediatorenteams, die Schüler und Lehrer in Mediation und gewaltfreier Kommunikation weiterbilden. Inzwischen wurde in Struga ein weiteres Büro von forumZFD eröffnet. Schulmediation soll auch in den Schulen von Struga und Kičevo zu einer festen Einrichtung werden.

Als Partnerorganisation von UNICEF arbeiten wir ausserdem mit an der Verbesserung der interethnischen Kooperation und Kommunikation in den Gemeinden Struga und Kičevo. Es ist forumZFD gelungen die Bürgermeister beider Gemeinden von der Notwendigkeit eines Jugendzentrums zu überzeugen. Beide stellten für fünf Jahre Räumlichkeiten zur Verfügung und übernehmen die laufenden Kosten. Das Interesse der Jugendlichen an den angebotenen Aktivitäten ist groß. In fünf Schulen in Struga und Kičevo, sind ethnisch gemischte Teams aktiv, führen Workshops durch damit sich die Kinder unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeit kennenlernen, und leiten Lehrer an, solche Veranstaltungen selbstständig durchzuführen.

Wir unterstützen Gemeinden bei der Durchführung multi-ethnischer Sportveranstaltungen, wie zum Beispiel eines Friedenslaufs. Wir unterstützen die Stadt Tetovo bei ihrem Bemühen, eine Stadt des Friedens zu werden. Und wir schulen junge Menschen darin, Verantwortung zu übernehmen für Gleichaltrige und für eine multi-ethnische Gesellschaft, in der gegenseitiger Respekt vorherrscht.

Fakten zum Projekt
Standort: 
Skopje
Projektzeitraum: 
2007 - 2011
Träger: 
forumZFD
Fachkraft: 
Silke Maier-Witt, Kevin Borchers
Zielgruppen: 
NROs im Bildungsbereich, Lehrer, Bildungsministerium, Jugendgruppen
Finanzierung: 
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Ansprechpartner: 

Fotos vom Projekt

Friedenslauf in Gazi Baba, Mazedonien, 2009