„Das forumZFD setzt
der Gewalt etwas
Visionäres entgegen.
Das unterstütze ich aus
vollem Herzen.“

Eva Mattes
Schauspielerin

„Gerne unterstütze ich das
Friedensengagement des
forumZFD, denn die zivile
Konfliktbearbeitung ist die
Herausforderung der Zukunft.“

Jaecki Schwarz
Schauspieler

„Ich bin froh, dass meine
Ersparnisse fürs Alter beim
forumZFD schon heute in
Form eines Darlehens etwas
für den Frieden bewegen.“

Eugénie Wilhelmi
Darlehensgeberin

„Ohne die finanzielle
Hilfe von Menschen für
das forumZFD könnte ich
meine Friedensarbeit hier im
Kosovo gar nicht leisten.“

Nehari Sharri
Friedensfachkraft
Information

Bitte beachten Sie, dass unsere Geschäftsstelle aufgrund des Umzugs in der Zeit vom 31. Januar bis 5. Februar nicht erreichbar ist. Wir bitten um Ihr Verständnis, falls wir auch in der darauffolgenden Woche noch nicht so schnell wie üblich auf Anfragen reagieren können.

Die Geschäftsstelle des forumZFD zieht um!
ab 01. Februar 2012:
Am Kölner Brett 8,
50825 Köln-Ehrenfeld

Telefon (ab 6. Februar)

Zentrale: 0221 91 27 32 - 0


Abteilung Verwaltung:
0221-91 27 32 - 20
Abteilung Kommunikation:
0221 91 27 32 – 30
Abteilung Projekte & Pogramme:
0221 91 27 32 - 50
Akademie für Konflikttransformation:
0221 91 27 32 - 70
Fax:
0221 91 27 32 - 99

Ansprechpartner

Dragoslav Dedović

Berater westlicher Balkan

Abteilung Projekte und Programme
Telefon: 
0228 85 02 96 - 56
E-Mail: 
dedovicatforumZFD [dot] de




Bosnien-Herzegowina: Mit Unterschieden leben

Stärkung von Dialog und Kooperationsstrukturen in der Region Derventa/Brod/Doboj
Die Situation: 

Die während des Krieges 1992-95 aufgrund heftiger Kämpfe mit wechselseitigen Vertreibungen zwischen bosnischen Serben, Kroaten und Bosniaken zementierten Trennungslinien bestehen bis heute: Die ethnische Segregation in der Region Derventa – Brod verläuft vor allem zwischen bosnischen Serben und Kroaten, in Doboj eher zwischen Serben und Bosniaken. Konfliktpotential resultiert außerdem in Bezug auf ökonomische und soziale Ressourcen zwischen den „Alteingesessenen“ und den zugezogenen Flüchtlingen ebenso wie gegenüber potentiellen Rückkehrern aller Ethnien. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auf gesamtstaatlicher Ebene findet nicht statt. Die Bedeutung der Zivilgesellschaft hat in den Jahren seit dem Rückgang internationaler Hilfe stark abgenommen. Dem Aufbau des nachhaltigen friedlichen Zusammenlebens fehlen Strukturen und gesellschaftliche Partizipation, und der sensible Prozess der Versöhnung zwischen Kroaten, Serben und Bosniaken bleibt von grundsätzlicher Bedeutung für eine nötige, gegenseitige Anerkennung der Verantwortungen in der Kriegszeit.

15 Jahre nach dem „Friedensabkommen von Dayton“ im Jahre 1995, bleibt die Grundfrage Bosnien-Herzegowinas unter internationalem „Protektorat“ noch offen: Kann und will Bosnien und Herzegowina zusammenbleiben und sich in einem lebensfähigen, funktionierenden Staat verwandeln mit einer Vision von einer gemeinsamen Zukunft?

Was wir tun: 

Ziel des Projekts in Kooperation mit dem Caritasverband der Erzdiözese Sarajevo ist die Schaffung von nachhaltigen Strukturen für Friedensarbeit, Dialog und Kooperation in der Region Derventa/ Doboj. Die Fachkräfte Annett Werner und Michele Parente entfalten mit dem multiethnischen lokalen Team Aktivitäten innerhalb mehrerer Arbeitsbereiche: in Vernetzung und Empowerment von lokalen NGOs, in Bildungsangeboten der gewaltfreien Kommunikation und Konfliktbearbeitung, in der konstruktiven Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sowie der Förderung von Friedenspotential der Religionsgemeinschaften. Konkrete Aktivitäten sind unter anderem:

- Organisation des Internationalen Tag des Friedens mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen des NGO-Sektors in Derventa und Doboj

- Internationale Jugendbegegnungen zwischen Bosnien-Herzegowina und Deutschland: „Škola Mira“

- Durchführung von Seminaren in gewaltfreier Kommunikation sowie Konfliktbearbeitung für Multiplikator/innen „… ali nenasilno!“

- Transfer des Konfliktlösungspotentials der Kriegsveteranen an Jugendliche zur Gewaltprävention
Veranstaltungen des interreligiösen Dialogs

Die Vision, ein Ressourcenzentrum für Friedensarbeit aufzubauen, will pax christi gemeinsam mit dem entstehenden lokalen Netzwerk REMI (Regionalne Mirovna Inicijativa) verwirklichen. Neben der notwendigen Organisationsentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Zusammenarbeit mit den Lokalverwaltungen finden Aktivitäten zunehmend von den 15 Netzwerkmitgliedern gemeinsam getragen statt. Das Projekt wird im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes aus Mitteln des BMZ gefördert.

Die noch heute durch Ruinen geprägte Landschaft liefert einen weiteren Anknüpfungspunkt für das Projekt. Während Ruinen abgetragen werden, ist es wichtig die Geschichten der Menschen, die dort gelebt haben, festzuhalten. Im Projekt „Lebensgeschichten“ werden Interviews mit Zeit- zeugen geführt und dokumentiert.

Auch in den Seminaren mit Vertretern ethnisch unter- schiedlicher Veteranengruppen ist moderierte Erinnerungs-arbeit wichtig.

Mit einer Vielfalt an Ideen schlagen wir Brücken um die Menschen wieder zueinander zu führen. Die Waffen schweigen zwar in Bosnien, aber die Konflikte in den Köpfen sind noch lange nicht gelöst.

Fakten zum Projekt
Standort: 
Derventa
Projektzeitraum: 
2006 - 2012
Träger: 
pax christi Aachen und forumZFD
Fachkraft: 
Annett Werner und Michele Parente
Zielgruppen: 
lokale NGOs, Jugendliche sowie Multiplikator/innen aus sozialen Institutionen, Religionsgemeinschaften und Veteranenverbänden
Finanzierung: 
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Ansprechpartner: