Aktuelles

forumZFD auf dem 22. Deutschen Präventionstag in Hannover

Die 3.000 Besucherinnen und Besucher von Polizei, Behörden und sozialen Trägern informierten sich auf dem Präventionstag in Hannover auch über das Programm zu Kommunaler Konfliktberatung des forumZFD.

4.500 Kinder und Jugendliche beim 12. Berliner Friedenslauf

Berlin, 21. Juni 2017. Unter dem Motto „Gemeinsam in Frieden leben!“ setzten im Herzen der Hauptstadt am Brandenburger Tor knapp 4.500 Schülerinnen und Schüler von insgesamt 42 Schulen ein eindrucksvolles Zeichen für eine Willkommenskultur und Solidarität mit Geflüchteten.

Gut im Grundsatz – enttäuschend im Handeln

Köln, 14.06.17. Zu den heute vom Kabinett verabschiedeten Leitlinien der Bundesregierung "Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern" erklärt forumZFD-Vorstand Oliver Knabe:

Darmstadt: Laufen für Vielfalt und Frieden

Darmstadt, 07.06.2017. Unter dem Motto „Gemeinsam in Frieden leben!“ setzten bei der Neuauflage des Darmstädter Friedenslauf im Bürgerpark Nord etwa 1.500 Schülerinnen und Schüler von insgesamt acht Schulen ein eindrucksvolles Zeichen für eine Willkommenskultur und Solidarität mit Geflüchteten.

forumZFD unterzeichnet Appell zu Atomwaffenverbot

Die forumZFD-Mitgliedsorganisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (ippnw) appelliert an Bundeskanzlerin Angela Merkel, ein Verbot von Atomwaffen zu unterstützen und bei den UN-Verahandlungen am 17. Juni 2017 konstruktiv mitzuwirken.

Mit der Agenda 2030 zu einer Politik der Vernunft

Mehr Frieden und Gerechtigkeit! Das fordern mehr als 30 Persönlichkeiten aus der Zivilgesellschaft, Religionsgemeinschaften und Gewerkschaften mit unserem Aufruf „Für eine Politik der Vernunft“. Die Agenda 2030 zeigt, wie es geht.

Nach dem G7-Gipfel: Außenpolitik wird Wahlkampfthema

Köln, 30.05.17. Der Liedermacher Hannes Wader, EKD-Reformationsbotschafterin Margot Käßmann, die Publizistin Ulrike Guérot und rund 30 weitere Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Medien sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen, Religionsgemeinschaften und Gewerkschaften rufen zur Bundestagswahl gemeinsam zu Abrüstung und mehr Investitionen für Frieden und Gerechtigkeit auf.

„Du siehst mich!“: forumZFD auf dem Kirchentag 2017 in Berlin

„Du siehst mich!“ lautet das Motto des diesjährigen Kirchentags, der vom 24. bis 28. Mai 2017 in Berlin stattfindet. Auch in diesem Jahr ist das forumZFD von Donnerstag bis Samstag auf dem Markt der Möglichkeiten mit einem Stand vertreten. An Stand B16 in Halle 2.1 informiert das forumZFD vom 25. Mai (Donnerstag) bis zum 27. Mai (Samstag) in Berlin über seine Arbeit.

ZFD-Weltkarte: Frieden in Konfliktregionen möglich

Bonn, 16.05.2017. Wie wird Frieden gemacht? Wie geht zivile Konfliktbearbeitung? Wer macht dabei mit? Antworten auf diese Fragen gibt der Zivile Friedensdienst jetzt mit einer interaktiven Weltkarte, die Projekte für Gewaltprävention und Friedensförderung in Konfliktregionen vorstellt.

SIPRI: Weltweite Militärausgaben steigen weiter!

Nach einer Meldung des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) vom 24.4.2017 stiegen die Militärausgaben weltweit insgesamt um 1686 Miliarden Dollar, das sind 0,4 % mehr als im Vorjahr.

Sozialer Frieden – Nachhaltigkeitsstrategie und Agenda 2030 in Villigst diskutiert

Wie kann sozialer Frieden gelingen? Welche nationalen und internationalen Verpflichtungen ergeben sich aus der Agenda 2030? Diese und weitere Fragen wurden auf der Jahrestagung der Plattform zivile Konfliktbearbeitung am 31.03.-2.04.2017 diskutiert. Das forumZFD – Mitgliedsorganisation der Plattform ZKB – brachte an vielen Stellen Erfahrungen aus seiner Arbeit ein.

Aktive Gewaltlosigkeit statt Militär und Krieg: Friedenswerkstatt Berlin Pankow

Veranstaltungseinladung - Flucht, Kultur, Diversität, Integration. Dies alles sind Schlagworte, die immer wieder in der alltäglichen Debatte mit und um Geflüchtete fallen. Doch wie gestalten wir ein friedliches Miteinander?

„Die Welt im Gepäck“ - Bundespräsident würdigte zurückgekehrte Friedensfachkräfte

Am Freitag, 3. März 2017, fand in Berlin zum zweiten Mal nach 2015 ein Ehrentag für zurückgekehrte Entwicklungshelfer und Friedensfachkräfte statt. Rund 200 Rückkehrerinnen und Rückkehrer nahmen an der Veranstaltung unter dem Motto „Die Welt im Gepäck“ in Berlin teil.

Kölner Oberbürgermeisterin Reker besucht forumZFD in Bethlehem

Im Rahmen einer Städtepartnerschaftsreise besuchte die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Februar Bethlehem und traf dort Kooperationspartner des forumZFD.

Münchner Sicherheitskonferenz: Von bitteren Pillen und wirksamer Medizin gegen Krieg und Gewalt

"Mehr Geld für Rüstung und Militär? Nicht mir uns!" Oliver Knabe, Vorstandsvorsitzender des forumZFD, berichtet über die Münchner Sicherheitskonferenz 2017. Nur durch Verzicht auf Waffeneinsatz und Aufrüstung kann die internationale Gemeinschaft tatsächlich Verantwortung in Konflikten übernehmen.

Auszeichnungen
  • Gustav-Heinemann-Bürgerpreis 1997
  • Göttinger Friedenspreis 2005
  • Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung 2014
Kontakt

Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
Am Kölner Brett 8, 50825 Köln

Tel.: 0221 91 27 32 - 0
kontakt@forumZFD.de
 

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Ansprechpartner

Christoph Bongard

Leiter der Abteilung Kommunikation

Abteilung Kommunikation
Telefon: 
0221 91 27 32 - 31
E-Mail: 
bongardatforumZFD [dot] de



Nicht mein Volk.

Die Rede des thüringischen AfD-Chefs Björn Höcke bei einer Veranstaltung der Jungen Alternative in Dresden traf nicht nur in Deutschland auf breiten Protest. Maike Dafeld arbeitet für das forumZFD für eine Aufarbeitung der gewaltvollen Vergangenheit im westlichen Balkan. Wir dokumentieren ihren Kommentar zu Höckes Rede.

Von Maike Dafeld

Björn Höcke hat mit seiner Rede in Dresden für Aufruhr gesorgt. Seine Inszenierung als mutiger und selbstloser Patriot, die Angst um die „einst schöne Heimat“ die von „multikultureller Beliebigkeit“ bedroht ist, die Diffamierung unserer demokratisch gewählten Regierung als „Regime“ – jeder einzelne Absatz seiner Rede verdiente einen Aufschrei der Empörung.

Doch für mich persönlich war der Aufruf zu einer „erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad“ der schockierendste Moment seiner Rede. Die Erinnerung an die Opfer des Holocaust sind laut Höcke „tote Riten“, die man scheinbar nicht mehr braucht. Stattdessen sollten wir uns einen „selbstbewussten Patriotismus“ auf die Fahne schreiben.

Und dazu schreien Leute im Chor „Wir sind das Volk“. Nein. Ihr seid nicht mein Volk. Ihr seid nicht das Volk, dem ich angehören möchte. Ihr seid nicht das Volk, mit dem ich die Zukunft Deutschlands gestalten will.

Durch meine Arbeit im Kosovo beschäftige ich mich tagtäglich mit Erinnerung, Gedenken und der Interpretation von historischen Geschehnissen. Im Kosovo und auf dem gesamten westlichen Balkan spielen Ereignisse, die vor Jahrhunderten stattfanden, auch heute noch in der Politik eine große Rolle. Nationalistische Mythen und Feindbilder beeinflussen das Denken und Handeln vieler Menschen und verhindern eine gesamtgesellschaftliche Aufarbeitung der Vergangenheit. Erst letzte Woche wurde ein Zug bedruckt mit dem provokanten Statement „Kosovo ist Serbien“ von Serbien Richtung Kosovo auf den Weg geschickt und löste politische Spannungen zwischen beiden Staaten aus.

Gerade vor diesem Hintergrund erscheint mir die deutsche Erinnerungspolitik, die sich so offen, schonungslos und intensiv mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt, als eine besondere Leistung unserer Gesellschaft. Indem sich jeder Mensch der Verbrechen, die in der Vergangenheit im Namen Deutschlands begangen wurden, bewusst ist, werden wir zu einer gerüsteten, wachsamen Demokratie, die – so meine Hoffnung – eine Wiederholung solcher Verbrechen verhindern wird.

Die Vergangenheit Deutschlands lädt uns keine persönliche Schuld auf, doch sie bringt eine große Verantwortung gegenüber der Zukunft mit sich: Die Verantwortung, Zivilcourage zu zeigen, wenn andere wegschauen, die Verantwortung, sich für Toleranz und Menschenrechte einzusetzen und die Verantwortung, gegen Unrecht zu protestieren – auch wenn das ungemütlich werden kann.

Dieser Verantwortung sollten sich alle, die nicht mit Herrn Höcke im Chor „Wir sind das Volk“ rufen, entsinnen. Wir müssen widersprechen, wenn sich Politiker einer Rhetorik bedienen, die schon die Nationalsozialisten gerne pflegten. Wir sollten uns eben nicht nur an die Dichter und Denker Deutschlands erinnern, sondern auch an den Holocaust und seine Opfer. Und wir sollten eingreifen, wenn vor unseren Augen Menschen diskriminiert und ausgegrenzt werden.

Konkret bedeutet das vor allem, sich zu informieren. Bewegt euch aus eurer Informationsblase heraus und verfolgt auch die Kanäle, die nicht eure eigene politische Meinung widerspiegeln! Lasst euch auf ernsthafte Diskussionen ein und scheut keine Kontroversen! Redet mit euren Eltern, dem ehemaligen Schulkameraden, den Kollegen – all jenen, die mit einer Stimme für die AfD im nächsten Herbst liebäugeln und macht ihnen klar, dass auch Herr Höcke die AfD ist! Nehmt euer Wahlrecht wahr und bringt euch als aktive Bürger ein! Engagiert euch in der Lokalpolitik oder in einem Ehrenamt! Und ganz konkret für nächste Woche: Erinnert euch der Millionen Ermordeten am Gedenktag für die Opfer des Holocausts, dem 27. Januar 2017.

Nur so können wir unserer Verantwortung für die deutsche Geschichte gerecht werden und Herrn Höcke zeigen, dass es in Deutschland noch ein ganz anderes Volk gibt.

 

Maike Dafeld arbeitet als Friedens- und Konfliktberaterin des forumZFD im Kosovo.

Informationen zur Arbeit des forumZFD im westlichen Balkan finden Sie auch unter westernbalkans.forumzfd.org

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